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Pannónia Golf & Country Club

Der Pannónia Golf & Country Club, rund eine Dreiviertelstunde westlich von Budapest, ist aus unserer Sicht in jedem Fall die Nummer zwei der Golfanlagen Ungarns – das gilt nicht nur für den Platz, sondern auch für den sehr freundlichen Service im Clubhaus und die ausgezeichnete Gastronomie. Das Greenfee liegt aktuell (Stand: Mitte 2020) bei rund 55 Euro Wochentags und 75 Euro am Wochenende – ein fairer Preis für die gebotene Leistung. Das Clubhaus erinnert fast schon ein wenig an die USA mit seinen klassizistischen Säulen am Eingang. Hinter dem Clubhaus gibt es eine große Terrasse, auf der man vor und nach der Runde ausgezeichnete Speisen und Getränke genießen kann. Humor hat der Club übrigens auch: nutzt man ein Cart, wird man zu Beginn vor Giftschlangen gewarnt, an Bahn 16 kommt eine Warnung vor Bären – wir haben beides nicht entdeckt, aber das Schmunzeln der Mitarbeiter bei Nachfrage nach diesen Meldungen bemerkt... Der Par 72-Platz bietet sechs Teeboxen pro Bahn und spielt sich somit insgesamt zwischen 4.955 und 6.411 Metern. 

 

Die erste Bahn ist ein bis zu 373 Meter langes, gerades Par 4. Vom Tee geht es leicht bergauf, man sollte nicht zu weit rechts anhalten, sonst lauern einige Fairwaybunker. Das erhöhte Grün fällt von links nach rechts ab, dennoch sind hier meist zwei Putts ausreichend. Das nur 313 Meter kurze Par 4 an Bahn 2 ist ein Dogleg links – und erfordert, zumindest bei der ersten Runde, genaue Orientierung. Vom Abschlag schaut man geradewegs Richtung Driving Range – es reicht aber meist ein langes Eisen oder kleines Holz vom Abschlag. Diesen sollte man leicht links anhalten, da die Bahn deutlich nach rechts hängt. Nun geht es deutlich bergauf – 3 Bunker sichern die Vorderkante des Grüns, zwei weitere lauern hinter dem Grün auf die Bälle. Ein kurzes, aber anspruchsvolles Loch! Das erste Par 3 ist bis zu 209 Meter lang, das Grün liegt deutlich unterhalb des Abschlags. Den Teeshot hält man am besten etwas rechts an, da noch vor der Grünmitte links eine Senke beginnt und die Seiten des Grüns stark abfallen, allerdings stoppen drei Bunker vor dem Grün die Bälle vor zu weiterem Abwärtsrollen. Das folgende, bis zu 418 Meter mächtige Par 4 ist ein Dogleg rechts. Wer gut 200 Meter carry von hinten schafft oder den Fade sicher beherrscht, kann den Ball vom Tee direkt in Richtung des Knicks spielen – dort lauern jedoch auch einige Bunker. Die Bahn fällt zudem deutlich ab, was weiteren Längengewinn bedeutet. An die linke Grünseite grenzt erneut ein Abhang, an dessen Ende ein Bunker wartet – das Grün selbst ist wellig, der Break nicht immer einfach zu lesen. Das erste Par 5 ist bis zu 529 Meter lang, verläuft aber ebenfalls bergab. Vom Tee hält man den Ball am besten geradeaus, Longhitter sollten die Bunker links überspielen. Nach der Drivelandezone wendet sich das Fairway erst nach links und dann wieder nach rechts Richtung Fahne, bevor es rund 90 Meter vor dem Grün nochmals einen Knick nach links zum erhöhten Grün gibt. Der Schlag zur Fahne sollte nicht zu lang werden, sonst lauert am Grünende der nächste kleine Abhang. Das bis zu 358 Meter lange Par 4 an der sechsten Bahn erfordert vom erhöhten Tee eine klare Spielstrategie. Entweder legt man den Abschlag an den rechten Fairwayrand und kann dann die Fahne durch die Gasse zwischen dem hohen Baum links und den Sträuchern anspielen. Wer eher links anhält, sollte den Baum von der Schlaghöhe her überspielen können – oder man geht links um den Baum herum und erreicht das Grün erst mit dem dritten Schlag. Rechts des Baum erstreckt sich zudem Wasser bis zum Grün. Bahn 7 ist ein Par 4, Dogleg links mit bis zu 388 Meter. Den Teeshot sollte man daher eher leicht links anhalten, ohne jedoch direkt in die dortigen Fairwaybunker zu spielen. Vom Tee zum Grün geht es sanft bergauf, die rechte Grünseite wird zudem durch drei Tiefe Bunker geschützt. Das zweite Par 3 der Runde misst bis zu 143 Meter, erfordert jedoch einen präzisen Teeshot. Das Grün ist leicht nach rechts versetzt, vom Tee geht es zunächst über einen kleinen Teich Richtung Fahne. Die rechte Grünseite fällt deutlich ab, am Fussende lauert ein riesiger Bunker – und danach kommt erneut Wasser. Da das Grün quer verläuft, braucht man hier entweder viel Spin, um den Ball zum Halten zu bringen, oder einen gelungenen Fade. Die Front Nine enden mit der schwierigsten Bahn des Platzes, einem bis zu 513 Meter langen Par 5. Erst rechts, dann links begrenzt Wasser die Bahn bis zur Drivelandezone, ein Baum rechts dürfte manchem Draw im Weg sein. Auch beim zweiten Schlag kommt Wasser ins Spiel, meist ist der Ball über den kleinen Teich des S-förmigen Bahnverlaufs zu spielen. Und auch danach bleibt rechts Wasser im Spiel – der Eingang Richtung Grün wird hingegen durch Bäume zu beiden Seiten begrenzt. Eine gelungene Bahn, die ihrem Schwierigkeitsgrad gerecht wird.

 

Weiter geht es mit einem bis zu 368 Meter langen Par 4, das vom leicht erhöhten Abschlag recht gerade zur Fahne verläuft. Das Fairway hängt leicht nach rechts, man sollte daher eher links anhalten – und nimmt somit auch das bereits von Bahn 9 bekannte Wasser aus dem Spiel. Je weiter man nach rechts kommt, um so eher sind beim Schlag ins Grün Bäume im Weg und müssen hoch überspielt werden. Das Grün ist recht eben, so dass zwei Putts reichen sollten. Das Par 3 an Bahn 11 ist bis zu 159 Meter lang, das Grün liegt jedoch oberhalb und ist wie ein kleines Plateau ausgebildet. Vom Tee geht es über eine dichte Roughzone Richtung Fahne. Bleibt der Ball zu kurz, lauern vorne am Abhang zwei große Bunker – ist der Ball zu lang, landet er schnell in den Büschen. Weiter geht es etwas bergauf zum maximal 397 Meter langen Par 4, das zudem leicht bergauf verläuft. Rechts neben dem Fairway geht es deutlich bergab, dort lauern auch große Bunker. Spielt man jedoch zu weit nach links, landet der Ball schnell in dichten Büschen und Bäumen. Das leicht nach vorne hängende Grün spielt man am besten über links an, da es rechts abfällt und durch Bunker verteidigt wird. Das nur 333 Meter lange Par 4, Dogleg rechts an Bahn 13 bietet eine gute Scoringmöglichkeit – sofern man den Ball nicht in den Knick des Doglegs spielt und dort auf einen der zahlreichen Bunker trifft. Auch rund um das erhöhte Grün lauert erneut Sand, aufgrund der Grünlänge sollte man die Fahnenposition beachten. Das erste Par 5 der Back Nine misst maximal 502 Meter, in der zweiten Hälfte dreht die Spielbahn leicht nach links. Vom Tee geht es zunächst über dichtes Rough (eher ein psychologisches Hindernis) geradeaus, da das Fairway leicht nach links abfällt, sollte man die rechte Bahnhälfte anvisieren. Danach steigt das Fairway Richtung Grün an – und beim Lay-up sollte man die quer verlaufenden Bunker (ca. ab 150 Meter vor dem Grün) beachten. Das Grün spielt man am besten über die rechte Seite an, da links vor dem Grün einige tiefe Bunker lauern – und noch weiter links erneut Wasser. Das bis zu 369 Meter lange Par 4 an Bahn 15 spielt ebenfalls sehr geschickt mit dem Gelände. Zwar ist die Bahn ein Dogleg links, das Fairway hängt jedoch spürbar nach rechts. Auf der linken Seite lauern jedoch auch dichte Büsche – man sollte daher vom Tee den linken Fairwayrand treffen und auf mindestens 200 Meter Länge kommen, um einen guten Winkel ins Grün zu haben. Auf dem Weg zur erhöhten Fahne sind dann noch drei Bunker zu überspielen. Nun wartet das letzte Par 5, zugleich mit bis zu 538 Metern die längste Bahn der Anlage. Die Bunkerlandschaft links, fast direkt nach dem Abschlag, ist eher ein Designelement, eher ins Spiel kommt der riesige Fairwaybunker rechts, der fast schon an Waste Areas in den Emiraten oder Arizona erinnert. Da das Fairway leicht nach links abfällt, sollte man dennoch den Teeshot leicht rechts anhalten. Auch beim zweiten Schlag ist Länge gefragt, man sollte ihn möglichst Mitte Bahn ablegen. Das Grün ist leicht nach links versetzt, zudem wird die Bahn vor dem Grün immer welliger und mit Bunkern durchzogen. Das Grün hängt leicht von hinten nach vorne, man sollte daher nicht zu kurz bleiben. Nun kommt das Signature Hole: ein Par 3 mit bis zu 131 Metern Länge und einem Inselgrün, das Erinnerungen an den Stadium Course im TPC Sawgrass weckt. Das Grün hat zudem zwei Ebenen, die linke Seite liegt dabei höher. Vor dem Grün, zwischen Wasser und Fahne, lauert zudem ein Bunker. Eine wunderschöne Bahn, bei der alles vom Teeshot abhängt! Mit einem bis zu 370 Meter langen Par 4 geht es gerade, aber leicht bergauf zurück zum Clubhaus. Im Bereich der Drivelandezone säumen zahlreiche Bunker beide Seiten der Spielbahn. Links des Grüns lauert nochmals Wasser, das Grün liegt zudem auf einem kleinen Plateau – eine schöne, nicht allzu schwere Schlussbahn.

 

Nach der Runde sollte man unbedingt noch auf der Terrasse verweilen, vor allem am Nachmittag ein wunderschöner Ort zum Genießen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz. Wer möchte, kann auch auf der Anlage übernachten. Insgesamt eine sehr schöne Anlage, die den Weg von Budapest in jedem Fall lohnt!

 

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