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Bellosguardo Golf - auf den Spuren von Leonardo da Vinci!

Dass Leonardo da Vinci ein Universalgenie war, ist unbestritten. Ob er auch Golf oder andere Sportarten aktiv ausgeübt hat, ist hingegen nicht überliefert. Dennoch: der Golfclub Bellosguardo vor den Toren Vincis ist nicht nur ein wunderschöner 9-Loch-Platz, sondern steht ganz im Zeichen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt. Die Anlage liegt ausserhalb des Ortes und wurde wunderschön in die Hügel der Toskana eingebettet. Am einfachsten absolviert man die Runde per Buggy, man kann den Platz trotz der zahlreichen Höhenunterschiede jedoch auch laufen. Pro Bahn gibt es zwei geratete Abschläge, zudem ist jede Bahn mit doppelten Teeboxen ausgestattet, so dass man auf den 9 Bahnen auch eine echte 18-Loch-Runde spielen kann. Die Gesamtlänge des Platzes beträgt bei einer 9-Loch-Runde 2.410 bis 2.865 Meter, bei 18 Bahnen liegt die Gesamtlänge zwischen 4.838 und 5.768 Metern.

 

Schon auf dem Weg zum ersten Tee begegnet man einer Skulptur von da Vincis vitruvianischem Menschen – das hat durchaus Ähnlichkeit mit einem Golfschwung! Die Runde beginnt mit einem Par 4, das sich bis zu 378 Meter lang spielt. Vom Tee geht es spürbar bergauf, zudem dreht sich die Bahn auf den letzten Hundert Metern nach rechts. Da das Fairway deutlich nach links hängt, sollte man seinen Teeshot eher rechts anhalten. Aufgrund des Höhenunterschieds spielen viele Golfer das Grün erst mit dem dritten Schlag an. Das Grün hängt deutlich nach vorne, zudem lauert links ein Grünbunker. Mit dem ersten Par 3 an Bahn 2 geht es dann deutlich bergab, so dass sich die maximal 132 Meter lange Bahn deutlich kürzer spielt. Das Grün spielt man am besten über links an, da rechts zwei große Bunker lauern. Zudem wird das Grün links durch einen Hang begrenzt, so dass ein etwas zu weit nach links angehaltener Ball durchaus dank „Member’s Bounce“ noch das Grün finden kann. Das Grün besteht aus zwei Ebenen, wobei die hintere Ebene höher liegt – daher unbedingt die aktuelle Fahnenposition beachten. Weiter geht es mit der schwierigsten Bahn der Front Nine, einem bis zu 385 Meter langen Par 4. Auch diese Bahn wurde quer zu den Hängen rund um Vinci in die Landschaft integriert, daher hängt das Fairway über fast die gesamte Länge deutlich nach rechts, so dass man den Teeshot am besten deutlich links anhält. Je nach Drivelänge kommt auf beiden Fairwayseiten ein Bunker ins Spiel. Richtung Grün fällt die Bahn dann weiter ab, rund um die Fahne erfordern drei Bunker einen präzisen Annäherungsschlag. Mit Bahn 4, einem bis zu 145 Meter langen Par 3, wechselt man über ein Tal auf den nächsten Hügel der wunderschönen Landschaft rund um Vinci. Während das Grün von den hinteren Abschlägen aus auf ungefähr gleicher Höhe liegt, geht es von den vorderen Abschlägen bergauf. Beide Grünseiten werden durch mächtige Bunker verteidigt, zudem hängt das Grün von links nach rechts. Man sollte daher nicht zu kurz bleiben, sonst rollt der Ball schnell wieder ins Tal hinab – und Mitte Grün ist meist eine passende Strategie. Hat man den Teeshot auf dem Grün platziert, benötigt man noch zwei präzise Putts zum Par. Das nun folgende, bis zu 383 Meter lange Par 4 verläuft zunächst gerade, erfordert jedoch einen blinden Teeshot. Im zweiten Teil der Bahn wird es dann spannend: das Gelände fällt ab, hängt spürbar nach rechts und bringt einige Olivenbäume auf dem Fairway ins Spiel. Richtung Grün geht es dann wieder bergauf, zudem verläuft das Fairway leicht S-förmig bergauf – und grenzt links an das Aus. Viele Golfer legen daher nochmals vor, denn rund um das Grün lauern zudem drei Bunker auf unpräzise Annäherungsschläge. Auch Bahn 6, ein bis zu 348 Meter langes Par 4, folgt dieser Topologie. Vom Tee geht es nun zunächst bergab, entlang der unteren Seite des von der vorherigen Bahn rechts bekannten Hügels. Nun hängt das Fairway von rechts nach links, so dass man eher die rechte Seite anvisieren sollte. Auch das leicht erhöht liegende Grün hängt nach links. Bahn 7 bietet das erste Par 5 mit bis zu 458 Metern. Die Bahn, ein 90 Grad Dogleg rechts, verläuft um einen kleinen See herum. Vom Tee geht es zunächst geradeaus und leicht bergab, das Fairway hängt nach rechts. Dennoch sollte man nicht zu weit links anhalten, denn so wird der Weg zum Grün immer weiter. Beim zweiten Schlag muss man seine Spielstrategie festlegen: entweder versucht man, über das Wasser das deutlich erhöhte Grün anzuspielen, oder man legt nochmals vor. Doch auch an ist eine Entscheidung erforderlich: legt man den Ball vor den Knick oder hinter den Knick, wobei dann erneut Teile des Sees zu überwinden sind. Beim Schlag ins Grün darf man ruhig mindestens einen Schläger mehr einkalkulieren, denn es geht deutlich bergauf – und erneut lauern drei gut platzierte, teils tiefe Bunker rund um die Fahne. Nun geht es direkt mit dem zweiten Par 5 weiter. Auf bis zu 476 Metern beginnt die leicht bergab verlaufende Bahn S-förmig, daher spielt man vom hinteren Abschlag meist rechts über Wasser. Letztlich ist die Bahnführung ähnlich wie bei Bahn 4: man beginnt auf der dem Clubhaus zugewandten Seite des Abhangs und überquert das Tal, um dann der aufwärts gerichteten Seite des neuen Hügels zu folgen. Daher hängt die Bahn im zweiten Teil auch nach links. Das Grün wird vorne durch zwei teils hochgezogene Bunker geschützt, zu lange gespielte Bälle langen gerne im Grünbunker hinter der Fahne. Daher sollte man die Fahne möglichst hoch und weich anspielen, damit der Ball schnell liegen bleibt. Zum Abschluss der Par 35-Runde wartet nochmals ein anspruchsvolles, weil stark ansteigendes Par 3. Über rund 160 Meter geht es deutlich bergauf Richtung Clubhaus. Das Grün ist als Plateau in den nach links abfallenden Hügel integriert, vor allem den großen Bunker auf der linken, abschüssigen Grünseite sollte man meiden – allerdings auch die Ausgrenze rechts. Findet der Teeshot das Grün, stehen die Chancen blendend, die Runde mit einem Par zu beenden.

 

Lohnenswert ist nach der Runde auch ein Besuch der Clubgastronomie (die jedoch meist bereits um 18 Uhr schliesst), von der aus man einen fantastischen Überblick über die Anlage und die Umgebung hat. Unbedingt empfehlenswert ist auch ein Besuch der Ausstellung „Discover Leonardo“, welche oberhalb der ersten Spielbahn angelegt wurde. Im ersten Teil der Open Air-Ausstellung erfährt man auf großen Tafeln Wissenswertes über die wichtigsten Stationen im Leben da Vincis. Im zweiten Teil sind dann einige seiner berühmtesten Erfindungen – so auch der Flugapparat, aber auch Kriegsmaschinen – als 1:1 Replica-Modelle ausgestellt.

 

Wer ein wenig „da Vinci Feeling“ mit nach Hause nehmen möchte: im Ort selbst gibt es die Cantine Leonardo da Vinci. Diese Winzergenossenschaft produziert nicht nur ausgezeichnete Weine, sondern darf diese auch mit Etiketten versehen, die den Namen und auch teils Zeichnungen des Meisters tragen – so kann man für Freunde, Familie oder sich selbst auf vergleichsweise sehr günstige Weise sogar einen echten da Vinci mit nach Hause nehmen.

 

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