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Bluegreen Golf Caen La Mer - abwechslungsreiches Parkland-Golf

Caen liegt rund eine halbe Autostunde südöstlich von Deauville. Der zur französischen Bluegreen-Gruppe gehörige Golf Caen La Mer verfügt über zwei Plätze: den 18-Loch-Platz La Plaine/Le Vallon sowie den 9-Loch-Platz Le Bois. Wir wählten für unsere Runde den 18-Loch-Platz – und waren vom Zustand Mitte Februar sehr begeistert! Pro Bahn werden auf dem Par 71-Kurs vier Abschläge geboten, die Gesamtlänge variiert zwischen 4.742 und 5.986 Metern.

 

Der 1990 eröffnete Platz beginnt mit einem schönen, maximal 348 Meter langen Par 4. Vom Abschlag hinter dem Clubhaus geht es zunächst deutlich bergab, dann setzt das Dogleg links ein. Das Grün liegt leicht erhöht und fällt von rechts nach links in Richtung eines kleinen Teichs. Auf dem Weg zum zweiten Abschlag stellt man fest, dass die Gegend rund um Caen durchaus hügelig ist. Die Teeboxen des maximal 309 Meter kurzen Par 4s sind deutlich erhöht, so dass man getrost auf den Driver vom Tee verzichten kann. Das Fairway verläuft leicht bogenförmig nach links, so dass der Draw der perfekte Teeshot ist. Das wenig ondulierte Grün wird zu beiden Seiten durch kleine Bunker geschützt – und bietet somit eine gute Chance auf das Par. Das folgende Par 3 mit einer Länge von bis zu 173 Metern verläuft kerzengerade und bietet viel Platz rund um das Grün – so hat man selbst bei nicht getroffenem Grün vom Tee noch eine gute Chance auf das Par. Weiter geht es mit einem maximal 357 Meter langen Par 4, dessen Fairway in leichtem Bogen nach rechts verläuft. Vom Tee wählt man daher am besten die linke Fairwayseite und hat so einen besseren Winkel Richtung Grün. Dieses wird auf der Vorderseite durch mehrere Bunker verteidigt. Dann folgt das erste Par 5 – an Bahn 5. Mit maximal 495 Metern ist das Grün für die meisten Golfer sehr gut in drei Schlägen erreichbar. Vom Tee dieses Doglegs rechts sollte man sich leicht links der Baumgruppe auf der rechten Seite halten – oder als Longhitter diese mit einem Fade überspielen. Danach wendet sich die Bahn nach rechts. Kurz vor dem erhöhten Grün gibt es zudem eine Senke, so dass man bei der Annäherung die erforderliche Schlagweite unbedingt berücksichtigen sollte. Wie an der Vorbahn wird auch dieses, deutlich stärker ondulierte Grün durch einige Bunker geschützt. Dann folgt ein weiteres, bis zu 178 Meter langes Par 3. Der Weg zum Grün ist breit und frei von Hindernissen, man sollte jedoch den Bunker rechts des Grüns meiden. Das Grün hängt zudem leicht von rechts hinten nach links vorne, so dass man die aktuelle Fahnenposition unbedingt beachten sollte. Dann folgt das mit bis zu 401 Metern längste Par 4 der Anlage – zugleich die schwierigste Spielbahn. Vom Tee geht es zunächst geradeaus, das abfallende Fairway hilft bei der Gesamtlänge. Am besten zielt man hier rechts des gut sichtbaren Fairwaybunkers. Danach geht das Fairway spürbar bergab, um dann zum Grün hin wieder merklich anzusteigen – je nach Balllage können daher spannende Ballpositionen entstehen, zumal das Fairway Richtung Grün von rechts nach links hängt. Das Grün wird zudem durch drei in den Hang integrierte Bunker verteidigt. Bahn 8 ist ein weiteres Par 4 mit bis zu 392 Metern Länge. Hier darf man vom Tee nach Herzenslust „Gas geben“, denn die Drivelandezone ist sehr breit. Die Bahn verläuft als leichtes Dogleg rechts, das Grün ist wenig onduliert. Wer es mit zwei Schlägen erreicht, hat eine sehr faire Chance auf das Par. Nun folgt ein mit maximal 436 Metern kurzes Par 5, dessen Herausforderung im Course Management liegt – für uns eine der schönsten Bahnen der gesamten Anlage. Vom Tee orientiert man sich am besten links des kleinen Markierungspfahls sowie des gut sichtbaren Baums – das Grün ist vom Tee nicht einsehbar. Erst wenn man sich seinem Ball für den zweiten Schlag nähert, erkennt man, dass das Fairway in zwei Ebenen unterteilt ist: nach dem Teeshot gilt es, den Ball auf der unteren Ebene zu platzieren. Je weiter der Teeshot auf der rechten Seite liegt, umso schwieriger ist es, das Grün mit dem zweiten Schlag anzuspielen, da dichter Wald die rechte Fairwayseite begrenzt – es sei denn, mal ist Spezialist für Schläge à la Bubba Watson. Die meisten Golfer werden daher den Ball nochmals vorlegen (dabei sollte der Fairwaybunker links beachtet werden) und dann mit einem kurzen Eisen das Grün anspielen. Dieses wird auf der Vorderseite von Bunkern eingerahmt und fällt von hinten nach vorne ab. Ein Par ist hier ein gerne genommenes Ergebnis.

 

Dann geht es den Berg hoch Richtung Back-Nine. Wer den Platz zum ersten Mal spielt, sollte beachten, dass nach rechts eine Spielbahn des Le Bois-Courses verläuft (in Richtung Clubhaus), die zehnte Bahn führt jedoch vom Clubhaus weg nach links. Auch hier ist das Grün vom Tee nicht einsehbar. Das Par 4 mit bis zu 352 Metern ist ein deutliches Dogleg rechts. Vor allem Longhitter sollten auf den Driver verzichten und zum kleinen Holz oder langen Eisen greifen, sonst landet der Ball schnell im der Teebox gegenüber liegenden Wald. Am besten spielt man hier einen Fade. Der Schlag Richtung Grün wird dann – je nach Lage des Teeshots oder aktueller Fahnenposition – über oder links an einem Teich vorbei ausgeführt. Das Grün bietet einige Wellen. Links des Grüns geht es weiter zum ersten, bis zu 459 Meter langen Par 5 der Back Nine. Auch hier ist die Drivelandezone sehr breit, die Bahn verläuft in leichter Linkskurve Richtung Grün. Am besten zielt man vom Tee auf die linke Seite und nimmt so für den zweiten Schlag die Bäume rechts aus dem Spiel. Beim Schlag zum Grün sollte man nicht zu kurz bleiben, sonst landet der Ball in einem der vorderen Grünbunker. Beim folgenden, maximal 156 Meter kurzen Par 3 sollte man vom Tee nicht zu weit nach links schlagen, sonst bleibt der Ball schnell in einem der Bäume hängen. Das Grün hängt von links nach rechts und bildet zwei Ebenen, beide Grünseiten werden zudem durch große Bunker eingerahmt. Weiter geht es mit einem geraden Par 4, das sich maximal 387 Meter lang spielt. Der Abschlag ist deutlich erhöht, das Fairway wirkt wie eine Rinne: zu beiden Seiten steigt die Bahn an, man sollte daher möglichst Mitte Bahn bleiben. Zum Grün, das durch Bunker gut verteidigt wird, steigt der Bahnverlauf wieder an. Bahn 14, das zweite von drei Par 3s auf den Back Nine, war zum Zeitpunkt unseres Besuchs mit einem provisorischen Abschlag ausgestattet. An sich spielt man von erhöhter Position über eine Senke nach unten – nun geht es von tiefer gelegener Position hinter dem 13. Grün nach oben, so dass man die genaue Fahnenposition nur erahnen kann. Man sollte jedoch nicht zu kurz bleiben, denn der dann drohende Bunkerschlag aus den tiefen Grünbunkern ist nicht gerade einfach. Bahn 15, ein Par 4 mit bis zu 361 Metern Länge, verläuft zunächst gerade, erst im letzten Viertel wendet sich die Bahn leicht nach links. Vom Tee hält man sich daher am besten leicht links des gut sichtbaren Baums auf der rechten Fairway-Seite. Das ondulierte Grün ist gut anspielbar, man sollte jedoch die Bunker zu beiden Seiten meiden – im Zweifelsfall daher eher Mitte Grün spielen. Dann folgt das letzte Par 5 der Runde: mit bis zu 476 Metern ist das deutliche Dogleg links, das optisch jedoch eher S-förmig wirkt, eine sehr schöne Herausforderung. Vom Tee geht es theoretisch zunächst geradeaus – wären da nicht die hohen Bäume auf der rechten Seite. Golfer haben daher drei Möglichkeiten: ein bewusst kurzer Teeshot den geraden Teil entlang, ein deutlicher Fade oder man spielt den Abschlag über die Baumgruppe rechts hinweg. Je weiter rechts man liegt, um so mehr kommt beim Schlag Richtung Grün dann der große Solitärbaum auf der rechten Fairwayhälfte ins Spiel – und auch die zahlreichen Bunker und Hügel rund um das Grün bestrafen unpräzise Schläge sofort. Das letzte Par 3 an Bahn 17 misst maximal 166 Meter. Vom Grün der vorherigen Bahn geht es links einen kleinen Hügel hinauf, wo sich drei der vier Teeboxen befinden. Von dort geht es zum Grün, dessen gesamte Vorderseite durch einen Teich geschützt wird. Der rote Abschlag ist nicht nur weiter nach vorne, sondern auch nach links versetzt, hier sollte das Wasser nicht mehr ins Spiel kommen. Hat man das Grün getroffen, bleiben zwei eher einfache Putts zum Par. Den Schlusspunkt setzt ein bis zu 366 Meter langes Par 4, Dogleg links, Richtung Clubhaus. Vom Tee aus zeigt sich eine breite Drivelandezone – man kann entweder als Longhitter über links abkürzen oder wählt den etwas weiteren Weg über die rechte Fairwayseite. Von dort ist es dann noch ein kurzes bis mittleres Eisen zum nach vorne hängenden und gut durch Bunker geschützten Grün.

 

Nach der Runde empfiehlt sich ein Besuch des Clubrestaurants. Craft Beer-Liebhaber können das normannische Produkt der Brasserie de Renart genießen. Golf Caen La Mer ist eine sehr schöne, abwechslungsreiche Anlage für Golfer aller Spielstärken – denn je nach Spielstärke kann man an den Bahnen teils sehr unterschiedliche Spielstrategien anwenden. Auch das Preisniveau macht Spaß: in der Nebensaison werden für 18 Bahnen 44 Euro aufgerufen, in der Hochsaison beträgt das Greenfee 60 Euro; Buggies gibt es für 30 Euro (18 Loch) zu mieten (alle Preise Stand März 2020). Wer die Golfrunde mit etwas Kultur verknüpfen möchte: von der Golfanlage sind es nur noch 30 Minuten bis zum Museum mit dem berühmten Teppich von Bayeux, der die Eroberung Englands durch William The Conqueror darstellt.

 

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