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Golf de Belle Dune, Fort-Mahon-Plage

Die Golfanlage von Belle Dune, eingebettet in eine Naturschutzgebiet an der Baie de Somme nahe Fort-Mahon-Plage im Département Somme (Region Hauts-de-France) zählt aktuellen Rankings zufolge zu den Top 10-Golfanlagen Frankreichs. Die Anlage legt viel Wert auf das Gleichgewicht zwischen Golf und Natur – das Yardage Book ist daher nicht nur ein ausgezeichneter Wegweiser über den Platz, sondern biete auch zu jeder Bahn sehr interessante Einblicke in die Natur dieses fantastischen Gebiets. Der Anfang der 1990er Jahre von Architekt Jean Manuel Rossi entworfene Platz mit seinen 18 Bahnen wurde perfekt in die Dünenlandschaft eingepasst. Es ist jedoch kein reiner Linkscourse, sondern ein wunderbarer Mix von Links, Parkland und Heideland – hier finden Golfer Abwechslung und Anforderung zugleich. Die auf rund 30 Hektar errichtete Anlage ist als Par 71 ausgelegt, es gibt pro Bahn vier Abschläge mit einer Gesamtlänge zwischen 4.555 und 5.843 Metern. Das abwechslungsreiche Design sorgt dafür, dass man – vor allem auf der ersten Runde – am Abschlag erst einmal eine Strategie, angepasst an eigene Schlaglängen und Präferenzen, entwickeln sollte, bevor man reflexartig zum Driver greift. 

 

Die Runde beginnt mit einem bis zu 349 Meter langen Par 4, das sich Richtung Grün in sanftem Bogen nach links wendet. Das Fairway wird beiderseits durch hohe Bäume eingerahmt, hier heisst die Devise „Mitte Bahn“. Richtung Fahne wird das Fairway welliger, das Grün hängt von links hinten nach rechts vorne – eine faire, aber dennoch anspruchsvolle Auftaktbahn. Der Abschlag von Bahn 2 ist deutlich erhöht – das bis zu 3434 Meter lange Par 4 dreht erst leicht nach links, dann nach rechts. Erneut bilden hohe und dichte Bäume eine Gasse. Welche Fairwayseite man anspielt, hängt daher vor allem von der Schlaglänge und dem zugehörigen Landepunkt ab. Da die Bahn zum Grün hin spürbar ansteigt, darf man für den Approach ruhig einen Schläger mehr nehmen. Spätestens hier wird vielen Golfern bewusst, dass bisher noch kein einziger Bunker im Spiel war – dennoch waren beide Bahnen alles andere als Par-Garanten. Nun kommt das erste, bis zu 141 Meter lange Par 3. Die hinteren Abschläge sind leicht erhöht. Spannend ist hier die Fahnenposition: steht diese rechts, kommen zwei hohe Tannen und direkt hinter ihnen der Grünbunker ins Spiel. Überspielen kann man diese Bäume vom Abschlag kaum, dafür wäre schon ein Flopshot erforderlich. Leichter spielt sich diese Bahn daher, wenn die Fahne links platziert wurde. Das erste Par 5 misst bis zu 441 Meter und geht zunächst leicht bergab. Für den Teeshot bleibt zwischen den Bäumen nur eine schmale Gasse, die weder Fade- noch Draw-freundlich ist. Wer einen Lay-up spielt, sollte den Bunker rechts im Bereich der Landezone beachten, zudem ist das längliche Grün onduliert. Bahn 5 bietet ein leichtes Dogleg rechts mit bis zu 387 Metern. Am besten spielt man den Ball zunächst in Richtung des gut sichtbaren Markierungspfostens und akzeptiert einen längeren zweiten Schlag Richtung Grün. Hierfür reicht oft ein kleines Holz. Wer den Fade beherrscht, kann auch zum Driver greifen. Richtung Grün geht es leicht bergauf, rechts kommt zudem ein Hang immer weiter in die Bahn hinein. Das Grün ist in zwei Ebenen aufgeteilt und hängt spürbar nach vorne. Das nächste Par 3 ist bis zu 161 Meter lang – man hat das Gefühl, man spiele auf die Häuser der in der Baie gelegenen Pierre & Vancances Ferienanlage. Der Teeshot muss zwischen zwei hohen Bäumen gespielt werden – und sollte nicht zu lang sein, sonst verschwindet der Ball schnell hinter dem Grün. Die siebte Bahn ist ein weiteres Par 4 mit bis zu 363 Metern. Das Fairway schlängelt sich S-förmig Richtung Fahne. Den Teeshot sollte man daher leicht links anhalten und so einen guten Winkel ins Grün erhalten. Richtung Fahne wird das Fairway immer welliger, daher sollte man das Grün hoch anspielen. Nun geht es zu den landschaftlich vielleicht schönsten Bahnen der Anlage. Links der Abschläge von Bahn 8, einem bis zu 393 Meter langen Par 4, stehen Reste eines alten Bunkers. In der Mitte der Drivelandezone teilt ein quer verlaufender Hügel die Bahn – man sollte sich daher entscheiden, ob man versucht, diesen rechts zu überspielen oder eher weiter links spielt und ihn dadurch aus dem Spiel nimmt. Dabei spielt hier oft der Wind eine große Rolle. Mit dem zweiten Schlag geht es dann bergauf, das Grün hängt deutlich von links nach rechts und nach vorne. Zum Abschluss der Front Nine steht ein kleines Dogleg links auf dem Programm. Das nur maximal 297 Meter kurze Par 4 ist strategisch anspruchsvoll: für die meisten Golfer ist es nicht möglich, das Grün vom Tee anzugreifen – zudem fällt das Grün nach hinten ab, der Ball muss somit auch auf dem Grün halten. In der Mitte der Bahn lauert rechts ein großer Teich auf die Abschläge. Entweder sollte man daher den Teich vom Tee aus überspielen oder man spielt links an diesem vorbei. Zur Fahne geht es dann bergauf, so dass zu kurz gespielte Bälle oft den gesamten Hang wieder hinunterrollen.

 

Wie bei Linksplätzen üblich geht es direkt mit der zehnten Bahn im klassischen Out-In-Konzept weiter. Das stattliche 511 Meter lange Par 5 erfordert einen blinden Teeshot über dichtes Rough, man sollte sich unbedingt am gut sichtbaren Markierungspfosten orientieren. Im zweiten Teil wendet sich die Bahn leicht nach links, erneut kommt dort dichtes Rough ins Spiel. Das Grün ist leicht erhöht und fällt zu allen Seiten leicht ab – mit einem mittigen Annäherungsschlag macht man hier keinen Fehler. An Bahn 11 kommt erstmals Wasser deutlich ins Spiel. Das bis zu 365 Meter lange Par 4 erfordert einen Teeshot über einen Teich, auch danach lauert links noch Wasser. Zur Drivelandezone hin wird das Fairway immer schmaler und welliger, zur Fahne geht es dann – leicht nach links abknickend – wieder bergauf. Das bis zu 141 Meter lange Par 3 an der Folgebahn war unser Favorit: von den leicht erhöhten Abschlägen geht es Richtung Grün, dessen höchster Punkt ungefähr in der Mitte liegt – zu allen anderen Seiten rollt der Ball gerne wieder vom Grün weg. Optisch sehr schön ist die Einrahmung des Grüns durch dichte Büsche und die dahinter liegenden Dünen – diese Bahn könnte auch auf einem der berühmten Linkscourses Schottlands oder Irlands sein! Freunde des Course Managements kommen am zweiten Par 5 mit bis zu 454 Metern auf ihre Kosten. Longhitter können versuchen, über links abzukürzen – aber dort ist die Landezone dieses Doppel-Doglegs recht schmal. Selbst wenn man den Ball einfach gerade aus spielt, muss der in der Mitte des ersten Knicks platzierte hohe Baum beachtet werden. Auch beim zweiten Schlag ist Präzision erforderlich: die Bahn steigt spürbar an, links kommen Dünen ins Spiel, das Fairway wird immer schmaler und rechts fällt die Bahn steil ab und wird durch Rough begrenzt. Ein Bunker, in direkter Linie zur Grünmitte platziert, macht das Spiel ebenfalls nicht leichter. Auch der Schlag zur Fahne muss oft über den Abhang auf der rechten Seite gespielt werden, man sollte daher nicht zu kurz bleiben. Und selbst wenn man den Ball endlich auf dem Grün platziert hat, kann der Weg zum Loch noch ausspruchsvoll sein – kein Wunder, dass diese Bahn als schwerste Spielbahn der gesamten Runde gilt! Zur Erholung folgt direkt die zweit-leichteste Bahn, ein maximal 137 Meter langes Par 3. Das Grün liegt zudem leicht unterhalb der Abschläge, hier kann bei präzisem Teeshot das Par oder Birdie warten. Bahn 15 ist ein 349 Meter langes Par 4, Dogleg rechts. Am besten hält man vom Tee zunächst auf den ziemlich in der Mitte vor den bunten Häusern des Feriendorfs sichtbaren Busch zu. Dann geht es bergauf zum Grün, das langgezogen ist und somit je nach Fahnenposition schon mal einen Schläger mehr erfordert – angesichts des Höhenunterschieds dürfen es dann auch oft zwei Schläger mehr sein als üblich. Bahn 16, ein 268 Meter kurzes Par 4, Dogleg links, bringt viel Wasser ins Spiel – das man aber vom Tee nicht unbedingt erkennt! Da von links der bewaldete Hügel immer weiter hereinragt, neigen viele Spieler dazu, den Abschlag eher rechts anzuhalten – doch genau dort lauert ein Bunker und Wasser. Zudem gilt es von rechts je nach Fahnenposition, den zweiten Schlag erneut über Wasser zur Fahne zu spielen. Daher sollte man – ein mittleres Eisen sollte reichen – den Ball vom Tee eher leicht links anhalten und so einen besseren Winkel ins Grün haben. Bahn 17 erinnert an die beiden ersten Bahnen: beide Fairwayseiten sind durch hohe, dichte Bäume begrenzt – und der Teeshot geht blind deutlich bergauf. Das bis zu 347 Meter lange Par 4 verläuft jedoch gerade, man sollte daher einfach auf die gut sichtbare Markierungsstange zielen. Bis zum Grün geht es weiter leicht bergauf, das Fairway bleibt schmal, oft muss der zweite Schlag daher aus dem First Cut oder Rough gespielt werden. Das bis zu 400 Meter lange Par 4 ist eine anspruchsvolle Schlussbahn. Das Fairway zieht sich in einer leichten S-Kurve Richtung Grün, auf der rechten Seite kommt im Bereich der Drivelandezone zudem der vom Clubhaus gut sichtbare See ins Spiel. Der Teeshot geht zunächst über eine Roughzone, man sollte ihn etwas links anhalten. Auf dem Weg zur Fahne sollte man den tiefen Grünbunker beachten, zudem ist das Grün erneut spürbar onduliert.

 

Belle Dune ist eine Golfanlage der Extraklasse. Sehr gut gefallen hat uns auch das Pflegekonzept: einige Fairway- und Roughbereiche hat man bewusst etwas austrocknen lassen, aber die relevanten Bereiche der Fairways und insbesondere die Grüns waren in ausgezeichnetem Zustand. Der Service war ebenfalls sehr zuvorkommend und aufmerksam – nicht nur am Empfang, sondern auch im sehr gut sortierten Proshop und in der Gastronomie. Besonders erfreulich: obwohl die Anlage in einem Naturschutzgebiet liegt, sind Hunde angeleint erlaubt. Da die Runde doch einige Höhenunterschiede bietet, sollte man sich vor allem im Sommer überlegen, auf einen Buggy zurückzugreifen. Viele Golfer laufen die Runde jedoch in bester Linkstradition. Golf de Belle Dune ist in der Tat eine der schönsten Anlagen Frankreichs und fordert alle Bereiche des Golfspiels.

 

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