Oaks Prague - das erste Kyle Phillips-Design in Tschechien

Die neue 18-Loch-Anlage des Resorts Oaks Prague, hat im August 2019 den Betrieb aufgenommen, derzeit können 9 Bahnen gespielt werden. Der renommierte Golfplatzarchitekt Kyle Phillips und sein Team haben einen herausragenden Parkland Course entworfen, der Herausforderung und Spielfreude für Golfer aller Leistungsstufen perfekt kombiniert. Fünf Abschläge pro Bahn sind Teil dieses Ansatzes. Das Clubhaus befindet sich derzeit an einem vorläufigen Standort in einer sehr ansprechenden Show-Villa, parallel werden die ersten Häuser für die künftigen Bewohner fertigstellt und die zweiten neun Bahnen des Golfplatzes gebaut. Das Gesamtkonzept legt großen Wert auf Details. Das erkennt man als Golfer beispielsweise an den Bunkern: der Sand ist nahezu weiss und ähnelt damit jenen Bunkern, die man aus dem Fernseher vom Augusta National her kennt. Dennoch, der Bunkersand stammt aus Tschechien, wird jedoch gründlich gereinigt, bevor er auf der Anlage eingebracht wird. Bedenkt man, dass die ersten neun Bahnen erst Ende August 2019 eröffnet wurden, sich der Platz bereits in fantastischem Zustand. Das Anwesen läuft unter dem Namen „Oaks Prague“, für das Management wählten die Investoren niemand geringeres als den Weltmarktführer für hochwertige Golfanlagen, die US-amerikanische Troon-Gruppe. Troon hat sich entschieden, die neue Anlage nicht einfach in seine klassische Produktlinie zu integrieren, sondern hat den unter PGA National Czech Republic laufenden Golfplatz direkt in seine hochwertige Troon Privé-Linie eingebunden – ein weltweites Portfolio privater Golfclubs, das Golfanlagen eine Alternative zum Management in Eigenregie bietet und die notwendigen Management-Ressourcen zur Verfügung stellt. Die derzeit verfügbaren neun Spielbahnen sind eine Mischung aus den künftigen Front- und Back-Nine. 

 

 

Die Runde beginnt mit einem bis zu 366 Meter langen Par 4. Den Teeshot sollte man möglichst eher links anhalten und so die mächtigen Bunker rechts aus dem Spiel nehmen. Auch beim Schlag zum Grün kommen rechts große Bunker ins Spiel. Das Grün fällt sowohl von rechts nach links sowie von hinten nach vorne – je nach Fahnenposition kann das Putten daher sehr anspruchsvoll sein. Weiter geht es mit einem sehr schönen, bis zu 383 Meter langen Par 4. Das Fairway hängt neigt sich deutlich von links nach rechts, zudem ist die Bahn ein leichtes Dogleg links. Am besten zielt man vom Tee in Richtung des gut sichtbaren Hauses auf der rechten Seite. Beim Schlag ins Grün ist Längenkontrolle wichtig: bleibt der Ball zu kurz, landet er schnell in den tiefen Bunkern der Vorderseite des erhöhten Grüns. Zahlreiche Ondulierungen sorgen auch hier für anspruchsvolles Putten. Nun folgt die letzte Bahn der späteren Front Nine, ein sehr schönes Par 3 an Bahn 3. Die Bahn spielt sich bis zu 177 Metern. Das Grün liegt deutlich oberhalb des Abschlags, vom Tee gilt es zunächst einen kleinen Teich zu überspielen und dann nicht allzuweit nach links Richtung Wald zu schlagen. Vor allem bei einer Fahnenposition auf der linken Grünseite ist letzteres gar nicht so einfach, ideal ist hier daher ein Fade – oder man spielt die Grünmitte an und überlässt den Rest dem Putter. Vorbei am alten Schloss geht es nun durch den Wald zu den Bahnen der künftigen Back Nine. Die künftigen Bahnen 13 bis 18 werden derzeit als 4 bis 9 gespielt. Die aktuelle Bahn 4 (künftig: 13) ist ein bis zu 511 Meter langes Par 5. Vom Tee geht es zunächst leicht nach links, dann wieder eher etwas rechts – dennoch ist die Bahn kein wirkliches Dogleg. Schon am Tee ist es wichtig, die eigene Schlaglänge zu kennen: schafft es der Abschlag über die Fairwaybunker links und rechts oder sollte man versuchen, zwischen die Bunker zu spielen? Wer sich für einen Lay-up entscheidet, sollte den Fairwaybunker auf der rechten Seite Richtung Grün beachten. Das Grün liegt leicht erhöht und wird von zwei mächtigen Bunkern eingerahmt. Das folgende, 464 Meter lange Par 4 (Bahn 5, künftig: 14) spielt sich deutlich kürzer, da es vom Tee Richtung Grün spürbar bergab geht. Voraussetzung ist jedoch, dass der Teeshot bei diesem blinden Abschlag weit genug fliegt, um den Abhang in Längengewinn umzuwandeln. Am besten hält man sich eher rechts, denn dorthin wendet sich die Bahn im zweiten Teil. Erst vor dem Grün wird die Bahn wieder flach, man kann also auch seinen Annäherungsschlag durchaus auf das Grün rollen lassen – und so die drei mächtigen Bunker rund um die Fahne meiden. Nach bergab folgt bergauf – das gilt auch für den PGA Czech National. An Bahn 6 (künftig: 15) geht es vom Tee aus stetig hinauf – und bei Gegenwind wird manchmal schon das Rough zwischen Tee und Fairway zum schier unüberwindbaren Hindernis. Die Drivelandezone ist zu beiden Seiten durch mächtige Fairwaybunker verengt. Auch das nach vorne abfallende und nach links versetzte Grün wird durch Bunker zu beiden Seiten verteidigt. Kein Wunder, dass dieses Par 4 aktuell als schwierigste Bahn der Runde eingestuft ist. Im angrenzenden Wald hinter dem Grün kann man übrigen mit etwas Glück im Herbst riesige Pilze entdecken. Weiter geht es mit dem zweiten Par 5, das sich bis zu 555 Meter spielt und ein leichtes Dogleg links ist. Da das Fairway nach links hängt, zielt man am besten auf die rechte Fairwayhälfte (rechts des gut sichtbaren Hauses hinter der Bahn). Danach setzt das Dogleg ein und das Fairway steigt Richtung Grün zusätzlich an. Rund um das Grün lauert Links-typisches Rough und viel Sand auf unpräzise Schläge – hier ist ein Par ein tolles Ergebnis. Vorbei an der sehr schön ausgebauten Driving Range und PGA Academy geht es zum letzten Par 3 (Bahn 8, künftig: 17), das sich bis zu 214 Meter lang zieht. Das leicht unterhalb der Abschläge liegende Grün ist in eine Waldschneise eingebettet, zudem verteidigen es drei anspruchsvolle Bunker. Hier hängt der Score stark vom Tee-Shot ab, ein Par ist dennoch gut möglich. Bahn 9 (künftig: 18) verläuft parallel zur 1 Richtung Clubhaus. Das bis zu 435 Meter lange Par 4 spielt sich je nach Wind manchmal eher als Par 5, denn vom Tee zum Grün steigt die Bahn an. Vom Tee sollte man sich möglichst Mitte Bahn halten, denn rechts droht eine tiefe Bunkerlandschaft. Bei der Annäherung gilt es, die aktuelle Fahnenposition zu beachten, sie kann sich spürbar auf die Schlägerwahl auswirken. Beim Schlag ins Grün sollte man den großen Bunker links des Grüns meiden, denn von hier ist die Fahne auf dem leicht quer verlaufenden Grün schwer anspielbar.

 

Aktuell wird eine Show-Villa als Clubhouse genutzt. Hier kann man nach der Runde noch einen Drink genießen, die weitere Gastronomie und ein großer Pro-Shop werden erst mit dem Wechsel in das endgültige Quartier im alten Schloss in Betrieb genommen. Golfer dürfen sich schon heute auf die Fertigstellung des Platzes Ende 2020 freuen, dann bietet Prag einen der absoluten Top-Plätze Europas!

 

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