Konopiste Golf Resort, Radetzky-Platz

Der Radetzky-Course ist der zweite Platz des Golf Resorts Konopiste. Er wurde gemeinsam mit der PGA of Europe entwickelt und gilt als der schwierigere Platz. Auch dieser Par 72-Platz bietet pro Bahn vier Abschläge, die Gesamtlänge addiert sich somit auf 5.221 bis 6.484 Meter. Die Bahn beginnt direkt mit einem anspruchsvollen Par 5 von bis zu 471 Metern. Vom Tee geht es bergauf und leicht nach rechts. In der Drivelandezone lauern zwei Bunker auf zu weit nach rechts gehaltene Bälle. Dann geht es wieder bergab, rund um das Grün lauern weitere Bunker. Die Fahne spielt man am besten über links an, da rechts ein Abhang das aus zwei Ebenen bestehende Grün begrenzt. Weiter geht es mit einem geraden und bis zu 360 Meter langen Par 4. Das Wasser auf der linken Seite kommt nur optisch ins Spiel. Mehr Aufmerksamkeit erfordert das deutlich von rechts nach links hängende Fairway, weshalb man den Teeshot eher am oberen Rand des Fairways platzieren sollte. Das Grün wird durch drei Bunker zu beiden Seiten geschützt, man sollte nicht zu lange und zu weit schlagen, denn dort rollt der Ball schnell den Abhang hinunter. Das Par 4 an der folgenden Bahn verläuft recht gerade, allerdings ist ein blinder Teeshot gefordert. Eine gut sichtbare Markierungsstange erleichtert die Ausrichtung. Da das Fairway von links nach rechts hängt, sollte man sich eher etwas links von ihr orientieren (aber nicht zu sehr, sonst landet der Ball im Teich links der Spielbahn). In der zweiten Hälfte geht es bergab Richtung des großen und fast komplett durch Bunker eingerahmten Grüns. Das folgende Par 5 an Bahn 4 ist zwar nur bis zu 436 Meter lang, erfordert aber eine klare Strategie. Die Bahn wendet sich in leichtem Bogen von links nach rechts. Die gesamte linke Seite grenzt an einen Bach und dichten Wald, links lauert ein langgezogener Bunker mit anschließendem Wasserhindernis auf die Teeshots. Da das Fairway nicht allzu breit ist, sollte man hier zu dem Schläger greifen, mit dem man sich einen geraden, langen Schlag zutraut. Beim Schlag ins Grün sollte man nicht zu weit nach rechts zielen, dort steht ein großer Solitärbaum als Hindernis. Das Grün ist eben, zwei Putts sollten hier genügen. Links des Grüns geht es nun zu den erhöhten Abschlägen von Bahn 5, einem bis zu 352 Meter langen Par 4. Vor allem von den hinteren Abschlägen geht der Teeshot durch eine kleine Baumschneise, genau in Richtung Wasserhindernis und erstem Fairwaybunker. Doch auch Longhitter sind nicht vor Wasser gefeit, denn hinter dem Bunker lauert erneut das feuchte Element. Das Grün ist in zwei Ebenen aufgeteilt und fällt von der höheren Ebene rechts hinten nach links vorne ab, insgesamt verläuft es jedoch mehr von links nach rechts – ein genaues Studium der Puttlinie ist sehr hilfreich. Erneut geht es links einen kleinen Hang hinauf, jetzt zu den hinteren Abschlägen des ersten Par 3s mit bis zu 166 Metern Länge. Vom Tee muss fast die gesamte Strecke bis zum Grün carry über ein Wasserhindernis gespielt werden – hier hat schon mancher Golfer seinen Wasservorrat deutlich dezimiert. Selbst die Dropzone ist als kleine Insel so konzipiert, dass noch immer ein Teil des Schlags über Wasser auszuführen ist. Das von hinten nach vorne hängende Grün macht es nicht einfacher – an dieser Bahn ist ein Par ein Top-Resultat! Bahn 7 ist ein anspruchsvolles Par 4, Dogleg links, mit bis zu 376 Metern. Zudem geht es leicht bergauf, das Fairway hängt von links nach rechts. Am besten spielt man den Teeshot über die hohen Bäume auf der linken Seite – selbst, wenn man eventuell in einem der beiden linken Fairwaybunker landet. Doch auch rechts lauern zwei Bunker, und von hier ist der Weg zum Grün deutlich länger. Auch dieses Grün ist wieder spürbar onduliert. Da wirkt das folgende Par 3 mit bis zu 189 Metern geradezu entspannend, zumal das Grün deutlich unterhalb des Abschlags liegt. Allerdings verteidigen drei Bunker die Fahne, so dass es hier auf einen präzisen Teeshot ankommt. Die Front Nine enden mit einem weiteren Par 4, Dogleg links. Die bis zu 379 Meter lange Spielbahn verläuft zudem bergauf. Daher halten die meisten Golfer vom Tee eher links an – geht der Ball jedoch zu sehr nach links, droht er im Rough des angrenzenden Hangs zu verschwinden. Richtung Grün fällt die Bahn dann deutlich ab, das Fairway hängt zudem nach links. Aufgrund des Höhenunterschieds kann man bis zu 2 Schlägern weniger nehmen. Wichtig ist, dass der Ball möglichst nicht über das Grün hinausfliegt, denn dort lauert erneut Wasser. Der dichte Baumbestand links und rechts der Spielbahn fördert zudem einen geraden Schlag Richtung Fahne.

 

Am Clubhaus vorbei geht es zum zweiten Teil der Runde. Diese beginnt mit einem nur 128 Meter kurzen Par 3. Das Grün liegt leicht erhöht und ist in die Länge gezogen, daher sollte man für die richtige Schlägerwahl die aktuelle Fahnenposition beachten. Links vor dem Grün lauert Wasser, dahinter beginnt ein langgestreckter Bunker. Dennoch: eine sehr gute Chance, die Back Nine mit einem Par oder besser zu eröffnen. Dann geht es rechts weiter Richtung Bahn 11, einem bis zu 370 Meter langen Par 4. Im zweiten Teil wendet sich das Fairway leicht nach links Richtung Grün, die Drivelandezone der leicht ansteigenden Bahn wird zu beiden Seiten durch Bunker begrenzt. Rund um das Grün gibt es weitere vier Bunker, so dass man im Zweifelsfall am besten Mitte Grün spielen kann. Das Par 5 an Bahn 12 ist bis zu 545 Meter lang und ein 90 Grad Dogleg rechts. Über die gesamte rechte Seite zieht sich zudem die Ausgrenze. Vom Tee ist das Grün nicht einsehbar, am besten zielt man leicht rechts der gut sichtbaren Markierungsstange. Beim zweiten Schlag muss man sich entscheiden: das Fairway in Richtung des Dogleg-Knicks weiterspielen (dann benötigt man häufig vier Schläge bis zum Grün), über Bunker und Bäume auf der rechten Seite auf den zweiten Teil des Fairways spielen oder mutig über die Ausgrenze hinweg den Ball möglichst nahe an die Fahne bringen? Das Fairway im zweiten Teil des Doglegs ist recht eben, so dass der Schlag ins Grün nicht allzu schwierig ist. Man sollte jedoch nicht zu kurz bleiben, sonst landet der Ball in einem der drei Bunker auf der Vorderseite des Grüns. Nun folgt ein Dogleg links, ein Par 4 mit bis zu 384 Metern. Am besten hält man den Teeshot links der Bäume auf der linken Fairwayseite an, um möglichst nahe an das Grün zu kommen. Dieses liegt deutlich erhöht und hängt von rechts nach links. Bahn 14 gilt als schwierigste Bahn des Platzes: ein Par 5 mit bis zu 542 Metern. Die Herausforderung beginnt mit einem blinden Teeshot. Da links dichter Wald und zwei Fairwaybunker drohen, sollten man diesen eher etwas links anhalten. Von der Drivelandezone aus geht es dann wieder leicht bergab Richtung Grün. Zwei sehr gut platzierte Bunker lauern links in der Lay-up Zone, das Grün wird durch Bunker seitlich geschützt und fällt an den Rändern deutlich ab. Auch Bahn 15, ein bis zu 422 Meter langes Par 4, ist ein leichtes Dogleg, dieses Mal nach links. Als Ziel des blinden Teeshots wählt man am besten eine Position links des gut sichtbaren Markierungspfostens, denn weiter rechts lauert ein Teich auf die Bälle. Dann geht es wieder bergab Richtung Grün. Am besten orientiert man sich am gut sichtbaren Pfosten hinter dem Grün. Entscheidend ist gute Längenkontrolle: hier dem Grün geht es bergab und der Ball kann schnell im Rough verschwinden. Bahn 16, ein weiteres Par 3, misst bis zu 192 Meter. Vor dem Grün lauert eine kleine Welle, auch das Grün ist wellig und fällt von links nach rechts. Auch bei dieser Bahn entscheidet der Teeshot über den möglichen Score. Bahn 17 bringt den letzten blinden Teeshot. Das gerade, aber bis zu 421 Meter mächtige Par 4 beginnt mit einem deutlichen Hang bergauf. Am besten zielt man genau auf den Markierungspfosten, denn rechts lauert erneut ein großer Teich, links erschweren Bäume den Weg zum Grün. Im zweiten Teil fällt die Bahn Richtung Grün ab, auch hier erleichtert ein weithin sichtbarer Pfosten die Orientierung für den Annäherungsschlag. Das Grün ist in zwei Ebenen unterteilt, wobei die hintere Ebene höher liegt. Bahn 18, ein bis zu 393 Meter langes Par 4, ähnelt ein wenig der Schlussbahn des d’Este-Platzes, allerdings gibt es keinen blinden Teeshot und der Höhenunterschied ist deutlich geringer. Dennoch: auch hier hängt die Bahn leicht von rechts nach links. Beim Teeshot sollte der Solitärbaum auf der rechten Fairwayhälfte beachtet werden: zwar werden ihn nur wenige Longhitter vom Tee aus erreichen, aber er kann der Weg Richtung Grün mit dem zweiten Schlag blockieren. Besser ist es daher, den Abschlag links des Baumes zu positionieren. Der Weg zum unterhalb gelegenen Grün wird durch zwei kleine Teiche unterbrochen, zwischen Teichen und Grün lauert zudem dichtes Rough. Am besten spielt man den Ball möglichst mittig zwischen den Allee-artig aufragenden Bäumen zum Grün, das vergleichsweise wenig onduliert ist. Danach kann man einen verdienten Drink auf der Clubhaus-Terrasse geniessen und anderen Golfern auf ihrer Schlussbahn zusehen.

 

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