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Golfplatz Steisslingen - Schottland-Feeling am Bodensee

Wer die Region Bodensee besucht, hat die Qual der Wahl zwischen verschiedenen, sehr guten Golfanlagen. Der schottische Architekt Dave Thomas hat mit dem 18-Loch, Par 71/72 der Region das Platzfeeling seiner Heimat hinterlassen – dabei versucht der Platz erfreulicherweise nicht, einen Linksplatz im Mittelgebirge zu imitieren, sondern bietet eher eine Mischung aus Parkland- und Heathland-Parcours, wie man ihn in Schottland und anderen Bereichen Großbritanniens und Irlands häufig antrifft. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bunker gelegt – sie sind nicht nur ausgezeichnet positioniert, sondern nutzen auch Designelemente wie Eisenbahnschwellen. 

 

Der Platz bietet pro Bahn vier Abschläge: weiss, gelb, blau und rot. Von ihnen spielt sich die Anlage zwischen 5.085 und 6.073 Meter. Zusätzlich gibt es grüne Abschläge für die Jugend, die spürbar vor den übrigen Abschlägen positioniert wurden. Besonders angenehm: die gesamte Anlage ist insgesamt recht flach, sie kann daher auch zu Fuss sehr gut absolviert werden. Hunde sind angeleint ebenfalls herzlich willkommen.

 

Die Runde startet mit einem bis zu 390 Meter langen Par 4, einem leichten Dogleg links. Vom Tee zielt man am besten zwischen die beiden gut sichtbaren Fairwaybunker. Schon auf der ersten Bahn wird deutlich, dass die Bunker hier ein wichtiges Element sind – nicht nur strategisch hervorragend platziert, sondern oft mit wenig gemähten Rändern, die den Schwierigkeitsgrad zusätzlich erhöhen. Das Grün fällt von links nach rechts ab, den mächtigen und mit Eisenbahnschwellen versehenen Bunker links des Grüns sollte man möglichst nicht treffen. Durch eine Unterführung unter der Strasse geht es zu einem separaten Bereich, der die Bahnen 2 bis 7 umfasst. Das bis zu 367 Meter lange Par 4 an Bahn 2 ist ebenfalls ein Dogleg links, verläuft aber zudem bergab. Vom Tee hat man einen schönen Blick auf die Berglandschaft hinter dem Grün. Den Teeshot sollte man etwas rechts anhalten, das Gelände hilft, den Ball in die Mitte rollen zu lassen. Landet der Ball in einem der Fairwaybunker links, wird es aufgrund der Hügel rund um die Bunker schwierig, mit zwei Schlägen das Grün zu erreichen. Beim Schlag Richtung Fahne ist Präzision erforderlich, denn beide Seiten des leicht nach vorne hängenden Grüns werden durch mächtige Bunker verteidigt. Rechts geht es weiter mit dem ersten Par 5. Die bis zu 485 Meter lange Bahn verläuft vom Tee aus weitgehend gerade. Da das Fairway leicht nach rechts abfällt, sollte der Teeshot leicht links angehalten werden. Richtung Grün steigt die Bahn weiter an, je nach Fahnenposition muss für den Schlag ins Grün der mächtige Grünbunker rechts überspielt werden. Beim folgenden, bis zu 128 Meter kurzen Par 3 entscheidet der Teeshot von den Terrassen-ähnlich angelegten Abschlägen. Die linke Seite des schräg von rechts nach links verlaufenden Grüns wird durch einen mächtigen Bunker verteidigt. Das Grün ist zudem in zwei Terrassen von links oben nach rechts unten unterteilt. Findet der Teeshot das Grün, ist das Par dennoch meist nicht mehr weit. Bahn 5, ein maximal 299 Meter kurzes Par 4, verläuft in der Gegenrichtung zur dritten Spielbahn. Zwar liegt das Grün in nahezu direkter Linie vom Tee, allerdings versperren zwei mächtige Fairwaybunker den direkten Weg Richtung Fahne, so dass sich das Fairway um diese herum windet. Am besten legt man mit einem mittleren oder langen Eisen vor, denn der mächtige und hohe Grünbunker vor der Grünmitte will beim Schlag zur Fahne ebenfalls sicher überspielt werden. Das bis zu 392 Meter lange Par 4 an der Folgebahn spielt sich noch länger, da es zunächst bergauf verläuft. Sowohl vom Tee als auch beim Schlag ins Grün gilt: nicht zu weit nach links, dort lauern tiefe Bunker und dichtes Rough. Mit einem weiteren, bis zu 324 Meter langen Par 4 geht es wieder leicht bergab, man spielt quasi parallel zur Stromleitung. Nahe der Drivelandezone kommt von rechts ein mächtiger Fairwaybunker in die Bahn, um den herum die Spielbahn sich Richtung Grün zieht. Am besten spielt man seinen Teeshot so, dass er vor diesem Bunker liegen bleibt und spielt dann mit einem Wedge oder mittleren Eisen die Fahne an. Hier sollte die Schlaglänge passen, denn das Grün ist leicht erhöht gebaut, links droht erneut der Sand. Zurück durch die Unterführung gelangt man zum zweiten Par 3 der Front Nine, das sich bis zu 187 Meter lang spielt – vor allem bei Gegenwind eine Herausforderung. Nahezu die gesamte Vorderfront wird durch einen breiten und tiefen Bunker geschützt, lediglich links gibt es einen schmalen, sandfreien Zugang zum Grün. Das Grün fällt zudem nach vorne ab. Mit dem zweiten Par 5, zugleich der schwersten Bahn des Platzes, geht es zurück Richtung Clubhaus. Die hinteren Abschläge liegen nahezu parallel zum achten Grün, jedoch leicht oberhalb davon. Das Fairway steigt leicht an, sodass ein blinder Teeshot wartet. Zwischen mehreren Bunkern hindurch geht es, leicht bergab, Richtung Fahne, vor allem bei Gegenwind werden die meisten Golfer hierfür eher drei Schläge benötigen. 

 

Vor dem Clubhaus entlang geht es zu den erhöhten Abschlägen des bis zu 387 Meter langen Par 4s an Bahn 10. Vom Tee spielt man über eine Senke Richtung Fahne. Für einen besseren Winkel ins Grün sollte man den Teeshot leicht rechts anhalten. Das Grün hängt leicht von hinten nach vorne und rechts nach links, dennoch kann man den Ball meist mit zwei Putts ins Loch befördern. An Bahn 11, einem 394 Meter langen Par 4, ist eine klare Spielstrategie gefordert. Das 90 Grad-Dogleg rechts wird genau im Knick durch einen großen Teich ergänzt. Wie weit man dennoch vom Tee nach rechts zielt, hängt von der Präzision und Schlaglänge der Spieler ab – oft nehmen Golfer lieber einen weiteren Weg und damit drei Schläge bis ins Grün in Kauf. Das längliche Grün eignet sich zudem für vielfältige Fahnenpositionen. Je nach Balllage nach dem Teeshot und Fahnenposition gilt es, beim Schlag zur Fahne den tiefen Grünbunker rechts zu beachten – insgesamt eine tolle und anspruchsvolle Bahn. Das Gelände rund um Bahn 12, einem maximal 169 Meter langen Par 3, ist vor allem eines: weit und baumfrei! Erst hinter dem Grün beginnt wieder Wald. Vom Tee aus sollte man sich im Zweifelsfall Mitte Grün – also leicht rechts des gut sichtbaren Strommastens – orientieren. Hält man den Ball zu weit nach rechts an und bleibt zu kurz, lauert ein großer Bunker vor dem Grün, auch die linke Grünseite wird durch reichlich Sand verteidigt. Das Grün ist zudem stark onduliert, insgesamt wird einem hier das Par keineswegs geschenkt. Auch das nur 250 Meter kurze Par 4 erfordert klares Course Management. Von den hinteren Abschlägen wird der direkte Weg zum Grün durch einen kleinen Teich versperrt. Einfacher ist es, den Teeshot mit einem mittleren oder langen Eisen leicht rechts anzuhalten und so freie Bahn Richtung Fahne zu haben. Der Schlag ins Grün sollte jedoch nicht zu kurz geraten, sonst rollt der Ball schnell wieder vom erhöhten Grün herunter. Direkt am Waldrand geht es mit einem bis zu 126 Meter kurzen Par 3 weiter. Das Grün wirkt vom Tee wie ein abgeflachter Vulkankegel und ist leicht erhöht, beide Seiten werden durch Bunker geschützt – zudem fällt das Grün von hinten nach vorne ab, zu viel Backspin sollte der Ball daher nicht haben. Dann geht es den Berg hinunter zur unteren Ebene der Anlage. Dort wartet das mit bis zu 527 Metern längste Par 5 des Platzes. Das Dogleg links wird zweimal durch Wasserläufe gequert. Je weiter man seinen Teeshot nach links anhält, umso größer muss der Carry sein, damit der Ball trocken bleibt. Auch beim Lay-up kommt das Wasser wieder ins Spiel. Man mag es kaum glauben: diese Bahn kommt ohne einen einzigen Bunker aus! Hat man das Grün erreicht, sollten zwei Putts zum Abschluss reichen. Auch Bahn 16, ein bis zu 411 Meter langes Par 4, wird zweimal durch Wasser geschnitten – und spielt sich bei Gegenwind eher wie ein Par 5. Da die Bahn zudem als Dogleg rechts verläuft, sollte man den Teeshot eher leicht links anhalten, idealerweise als Fade. Das Grün spielt man besser über links an, da die gesamte rechte Seite von einem Bunker verteidigt wird. Jetzt geht es leicht zurück zum 17. Abschlag, einem 314 Meter kurzen Par 4 und zugleich 90 Grad-Dogleg rechts. Den Teeshot sollte man über den quer verlaufenden Wasserlauf spielen, je weiter man nach rechts zielt, umso größer wird die Gefahr, einen der zwei großen Fairwaybunker im Knick der Spielbahn zu erwischen. Man sollte vom Tee jedoch nicht zu kurz spielen, sonst versperren große und hohe Bäume auf der rechten Seite den direkten Weg zur Fahne. Dann geht es wieder den Berg leicht hinauf zur letzten Bahn, einem bis zu 475 Meter langen Par 5, Dogleg rechts. Vom Tee sollte man unbedingt links anhalten – denn die gesamte Bahn hängt nach rechts, nicht selten landet der Teeshot letztendlich doch im langgezogenen, ondulierten Fairwaybunker unterhalb der rechten Bahnseite. Meist liegen die Spieler daher auch nochmals vor, bevor sie – dann auch mit deutlich besserer Sicht zur Fahne – das große Grün und die Fahne anspielen. Dies liegt übrigens genau unterhalb der Restaurant-Terrasse, so dass einem vor allem bei schönem Wetter Publikum gewiss sein sollte. 

 

Nach der Runde empfehlen wir einen Besuch im Clubrestaurant, das eine schöne Auswahl an sehr gut zubereiteten Speisen und Getränken (es gibt auch Guinness!) bietet. Von der Sonnenterrasse kann man nicht nur die Spieler auf dem 18. Grün beobachten, sondern auch den Blick auf die umliegenden Berge und den Säntis schweifen lassen. Insgesamt eine tolle, abwechslungsreiche Anlage, bei der vor allem die Bunker das Design prägen – und wenn man sie zu oft trifft, häufig auch den Score. Schade, dass die Blicke vor allem auf den ersten Bahnen oft durch die Strommasten und -leitungen durchbrochen werden, doch dies mindert den Spass an der Runde in keiner Weise.

 

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