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Royal Homburger Golf Club, Old Course - der älteste Golfplatz Deutschlands

Der im Kurpark von Bad Homburg gelegene Old Course ist der älteste Golfplatz Deutschlands. Seit 1889 wartet er auf die Fans des Spiels mit der kleinen weißen Kugel. Dem Schriftsteller Mark Twain wird das Zitat „Golf ist in Wirklichkeit ein verdorbener Spaziergang." zugeschrieben – doch in Bad Homburg ist es kein verdorbener Spaziergang, sondern ein Eintauchen in spürbare historische Atmosphäre. Heute würde man den Platz wohl schlicht als Kurzplatz oder Executive Course einstufen – denn mehr als sechs Spielbahnen stehen nicht zur Verfügung. Dennoch: gerade dies verleiht dem Platz einen herrlich historischen Charme und man kann sich lebhaft vorstellen, wie hier einst Kurgäste und Einheimische das Spiel genossen haben – und auch heute noch genießen können.

 

Der Platz umfasst sechs Par 3-Bahnen. Jede der Bahnen trägt den Namen eines für die Geschichte des Homburger Golfclubs wichtigen Menschen – oder hat einen Royal Namensgeber. Kein Wunder, dass man also beim Duke of Cambridge (1. Präsident des HGC) oder King Edward VII. aufteet. Wer mag, kann den Platz gegen Greenfee (Stand Juni 2018: Wochentags 20 Euro, Wochenende 25 Euro) maximal dreimal spielen und kommt auch so auf 18 Bahnen. Unser Tipp: wenn möglich, sollte man diesen Platz unbedingt mit alten Hickory-Schlägern spielen, denn so kann man noch besser in die damalige Zeit abtauchen. Wer nun jedoch glaubt, der Platz sei allzu leicht, sieht sich schnell eines Besseren belehrt: der Baumbestand des Kurparks ist ebenso altehrwürdig wie der Platz selbst. Auch wenn die Spielbahnen nur zwischen 56 und 123 Meter lang sind: kleine Grüns mit nur 30 Quadratmetern Fläche, sehr gut platzierte Bunker und auch das ein oder andere Wasserhindernisse erhöhen die Anforderungen, aber auch den Spaßfaktor auf der Runde.

 

Zum Auftakt wartet General Duff mit 65 Metern – das Grün wird jedoch durch einen frontalen Bunker gut geschützt. Weiter geht es entlang einer alten Baumreihe – zu viel Draw sollte man dem Ball hier nicht mitgeben, sonst zeigt Admiral Brand trotz nur 56 Metern seine Zähne. Mit einem Admiral als Namensgeber verwundert es auch nicht, dass ein kleiner Bach das Fairway vom Grün trennt. Bahn 3, Duke of Cambridge, ist mit 115 Metern mehr als doppelt so lange, zudem wird das Grün links und rechts gut durch Bunker eingerahmt. King Edward ist mit 123 Metern die längste Bahn – noch dazu wird das Grün perfekt durch alten Baumbestand nach hinten begrenzt, auch die linke Fairwayseite bietet viele Bäume. Auch an Bahn 5, Prinz Heinrich, wird deutlich durch Bäume geschützt: das Grün der 66 Meter langen Bahn wird durch sie gut eingerahmt, zudem grenzt das Fairway zur Rechten an schönen alten Baumbestand. Die Schlussbahn, Kronprinz Wilhelm, ist vielleicht schönste Bahn. Man schlägt wie aus einer Schneise heraus ab – und obwohl die Bahn nur 87 Meter misst, beinhaltet Sie direkt nach der Schneise einen kleinen Bachlauf als seitliches Wasser und bietet einen von nicht weniger als vier Bunkern verteidigtes Grün.

Nach der Runde lädt das historisch gestaltete Clubhaus zum Verweilen ein, zumindest einen Drink auf der Terrasse mit perfektem Blick auf den Platz sollte man sich gönnen. Das Clubsekretariat ist nicht immer besetzt, von daher sollte man sein Greenfee möglichst abgezählt mitbringen – es kann dann per Bargeld im Umschlag bezahlt werden.

 

Wer sich für Golfhistorie in Deutschland interessiert, sollte diesen Platz unbedingt spielen. Aber auch für „Wiederholungstäter“ ist er stets eine Reise wert, vor allem, wenn man sein kurzes Spiel trainieren möchte und sich der Zeitaufwand in Grenzen halten soll.

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