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Golf d'Hardlot, Les Dunes - tolles Parkland-Golf in der Normandie

Golf d’Hardelot in der nördlichen Normandie gehört zur Open Golf-Gruppe und umfasst zwei Golfplätze: den 1931 erbauten und mehrfach preisgekrönten Les Pins und den neueren, 1991 von J.-C. Cornillot entworfenen Les Dunes. Beide Plätze zählen zu den schönsten Anlagen des Landes. Anders als bei Le Touquet liegen die beiden Plätze jedoch rund zwei Kilometer voneinander entfernt. Trotz des Namens Les Dunes ist der Par 70-Platz ein Parkland-Course – noch dazu mit zahlreichen An- und Abstiegen, so dass ein E-Trolley oder Buggy durchaus hilfreich sein kann. Der sandige Boden sorgt jedoch dafür, dass der Platz – trotz dichter Bewaldung rund um viele Spielbahnen – auch im Winter sehr gut bespielbar ist, dann allerdings oft ohne Buggy-Nutzung. Pro Bahn gibt es vier Teeboxen, die Gesamtlänge liegt zwischen 4.117 und 5.328 Metern – also ein Platz für alle Spielstärken und nicht nur für Longhitter. Man sollte allerdings beachten, dass durch die zahlreichen Aufs und Abs entlang der Landschaft häufig Höhenunterschiede bei der Schlägerwahl zu beachten sind – und auch der Wind kann sich spürbar auf das Spiel auswirken.

 

Die Runde beginnt direkt vor dem Clubhaus mit einem maximal 311 Meter langen Par 4. Von den hinteren Abschlägen geht es über die Ausläufer eines Sees den Berg hinauf – diese Bahn spielt sich definitiv länger als die reine Vermessung zeigt. Den Teeshot hält man am besten eher rechts an und genießt so einen deutlich besseren Winkel zum spürbar erhöhten Grün. Das Grün spielt man am besten über die Mitte oder links an, da rechts zwei große Bunker lauern. Das erste Par 3 an Bahn 2 misst maximal 167 Meter. Das Grün liegt in einer kleinen Mulde – und erfordert einen präzisen Teeshot: ist dieser zu lange, landet er schnell im Aus, links droht ein bewaldeter Hügel und rechts lauern drei aneinander gereihte Bunker. Zudem fällt das Grün von hinten nach vorne leicht ab – trifft man vom Tee das Grün, ist das Par nicht mehr weit. Nun folgt das erste, bis zu 468 Meter lange Par 5, einem Dogleg rechts. Vom Tee spielt man am besten entweder einen Fade oder hält den Ball eher rechts an. Richtung Grün steigt das Fairway wieder an – der Blick Richtung Fahne ist eine der schönsten Aussichten der gesamten Anlage. Und auch das Grün ist alles andere als einfach und untergliedert. Dann folgt ein bis zu 404 Meter langes, gerades Par 4. Das Fairway fällt Richtung Grün deutlich ab, den Teeshot positioniert man am besten auf der rechten Fairwayseite. Das leicht von rechts nach links hängende Grün ist in eine kleinen Waldschneise eingebettet, man sollte es daher möglichst nicht verfehlen. Beim nun folgenden, bis zu 128 Meter langen Par 3 sollte man eher einen Schläger mehr nehmen, denn vom Tee zum Grün geht es spürbar bergauf. Je nach Fahnenposition kann man diese vom Abschlag nur teilweise sehen, im Zweifelsfall sollte man daher lieber Mitte Grün anhalten und so den Bunker vorne meiden. Bahn 6 ist ein kurzes Par 4, Dogleg rechts. Da die rechte Fairwayhälfte jedoch ein nach links abfallender Hügel und dichter Wald ist, ziehen die drei Fairwaybunker auf der linken Spielseite die Bälle geradezu magisch an. Ideal ist daher auch hier der Fade vom Tee. Für den Schlag ins Grün reicht meist ein kurzes Eisen oder Wedge, das Grün liegt deutlich erhöht und ist stark onduliert. Direkt daneben wartet das nächste, nur maximal 120 Meter kurze Par 3. Da es zudem bergab geht, reicht den meisten Golfern hier ein Wedge oder kurzes Eisen. Man sollte jedoch nicht zu kurz bleiben, sonst landet der Abschlag schnell im großen Bunker vor dem Grün. Zwei Par 4-Bahnen beschließen die Front Nine. Die erste ist bis zu 465 Meter lang und verläuft weitgehend gerade, die zweite Hälfte des Fairways fällt Richtung Grün spürbar ab. Die beiden Grünseiten werden durch große Bunker bestens verteidigt. Am folgenden, lediglich 431 Meter kurzen Par 5 ist der Teeshot entscheidend. Hält man diesen gerade an, landet man schnell im tiefen Fairwaybunker – dann sind drei Schläge Richtung Grün fast vorprogrammiert. Lässt man den Ball links des Bunkers landen, hat man eine gute Chance, das unterhalb des Abschlags liegende Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen. Am sichersten spielt man die Fahne über die linke Seite an, da rechts ein Bunker wartet.

 

Die Back Nine beginnen mit einem kurzen Par 4. Die leicht nach links gebogene, maximal 324 Meter lange Spielbahn beginnt man am besten mit einem Teeshot Richtung Fairway-Mitte oder der rechten Kante der beiden Fairwaybunker links. Das Par 3 an Bahn 11 ist eine der schönsten Bahnen der Anlage. Vom Tee (die hinteren Abschläge sind leicht erhöht) geht es nahezu die gesamte Strecke von bis zu 146 Metern carry über einen kleinen See – und die rechte Seite des Grüns wird zudem durch zwei tief gezogene Bunker geschützt. Hier entscheidet der Teeshot über den Score, denn das Grün selbst ist recht eben und mit zwei Putts gut zu bewältigen. Das anschließende Par 4, Dogleg links mit bis zu 371 Metern beginnt man am besten mit einem Draw und nimmt so auch den Fairwaybunker rechts aus dem Spiel – oder man spielt carry über den hohen Baum auf der linken Seite der Spielbahn. Das Grün ist leicht erhöht und von Bunkern eingerahmt, zudem fällt es von vorne nach hinten ab – kein Wunder, dass diese Bahn nach Bahn 9 als zweitschwerstes Loch eingestuft ist. Deutlich entspannter ist das folgende, nur bis zu 428 Meter kurze Par 5. Dennoch ist hier gutes Course Management gefragt, denn die Bahn verläuft nahezu als 90-Grad Dogleg links. Je nach Schlagweite reicht daher auch das Holz 3 vom Tee, geht es doch darum, den Ball möglichst weit Richtung linker Seite des Knicks zu positionieren (am besten zielt man zwischen den Baum links und der linken Kante des äußeren Fairwaybunkers). Zum Grün hin steigt die Bahn nun erst langsam, kurz vor dem Grün dann deutlich an – und spielt sich so entsprechend länger. Beim Schlag ins Grün sollte man in keinem Fall zu kurz bleiben, denn die beiden großen und tief gezogenen Grünbunker sind nicht einfach zu spielen. Dann folgt das längste Par 3 des Platzes mit bis zu 183 Metern. Die rechte Grünseite ist erhöht, so dass Bälle von dort wieder nach links rollen oder springen. Zudem erfordern die beiden Grünbunker Beachtung. Bahn 15 ist ein maximal 281 Meter kurzes Par 4, bei dem man getrost mit einem mittleren oder langen Eisen abschlagen kann. Das Grün ist jedoch deutlich erhöht, zahlreiche Bunker am Grünhang erschweren einen guten Score. Ziel sollte sein, das nach vorne hängende Grün carry anzuspielen, dann ist mit zwei Putts das Par gut erreichbar. Die Tücken der mit maximal 306 Meter langen Bahn 16, einem weiteren Par 4, zeigen sich oft erst während des Spiels. Vom Tee aus sieht das Grün nur leicht nach links versetzt aus und liegt auf nahezu gleicher Höhe wie der Abschlag. Allerdings verläuft das Fairway zunächst bergab und dann wieder Richtung Grün bergauf. Zudem fällt es deutlich von links nach rechts ab – selbst ein auf der linken Fairwayseite platzierter Schlag rollt oft bis ins Rough auf der rechten Seite! Je nach Fahnenposition muss man daher oft auf dem Weg zum Grün bergauf die beiden Bunker rechts überspielen – hier darf man ruhig 1-2 Eisen mehr nehmen, damit es der Ball auch bis auf die Grünfläche schafft. Bahn 17 ist das letzte Par 3 der Runde und bis zu 126 Meter kurz. Da man von erhöhten Abschlägen spielt, reicht hier ein kurzes Eisen oder Wedge vom Tee. Im Hintergrund sieht man bereits das Clubhaus. Wichtig ist, den Ball nicht zu weit nach links oder zu lange zu spielen, besser ist es, das Grün über die rechte Seite anzugreifen. Mit der 18, einem wunderschönen Par 4, leichtes Dogleg links mit bis zu 347 Metern, geht es zurück ins Clubhaus. Da die Bahn bergab verläuft, sollten vor allem Longhitter auf den See vor dem Grün achten. Wer das Wasser meiden möchte, dann eine kleine Gasse rechts des Sees anspielen – wer mit einem Schlag über Wasser keine Probleme hat, kann den Teeshot Mitte Bahn platzieren und hat so einen sehr guten Winkel ins Grün. Das quer verlaufende Grün erfordert, dass der Ball möglichst schnell liegen bleibt, daher ist es besser, die Fahne hoch anzuspielen.

 

Nach der Runde kann man vom sehr guten Restaurant im Clubhaus noch das Geschehen auf den Bahnen 1 und 18 beobachten und sich von der ausgezeichneten Küche (es gibt sowohl Snacks als auch komplette Menüs) verwöhnen lassen. Ein wundervoller, sehr abwechslungsreicher Golfplatz – auf dem auch Hunde gerne gesehene Begleiter sind. Das Greenfee liegt je nach Saison zwischen 55 und 88 Euro (Stand: März 2020), im Winter gibt es oft Specials inklusive Mittagessen und Getränk. Eine weitere Option: man bucht ein Gesamt-Arrangement über Open Golf und kombiniert die Plätze von Hardelot beispielsweise mit Le Touquet und übernachtet im dortigen Le Manoir-Hotel.

 

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