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Golfpark Idstein (Nordkurs und Südkurs)

Die Stadt Idstein liegt nur rund 20 Minuten nördlich von Wiesbaden sowie gut 30 Minuten nordwestlich von Frankfurt. Neben einer sehr schönen historischen Innenstadt, zu deren Wahrzeichen das Rathaus und der Hexenturm zählen, begrüßt im Ortsteil Wörsdorf der Golfpark Idstein seine Gäste. Die Anlage umfasst zwei Mal 18 Loch: den Nordkurs und den Südkurs. Auf beiden Plätzen sind Hunde gerne gesehene Begleiter. Wer zum ersten Mal zu einem der beiden Plätze fährt, sollte beachten, dass beide Anlagen jeweils eine eigene Zufahrt und ein eigenes Clubhaus haben. Beide Anlagen umfassen insgesamt rund 160 Hektar. Der ältere Südkurs wurde bereits 1989 in Betrieb genommen, der Nordkurs kam 2001 dazu. 

 

Nordkurs

Der Nordkurs ist ein Par 72-Platz, pro Bahn stehen vier Abschläge zur Wahl. Die Gesamtlänge beträgt zwischen 5.241 und 6.230 Metern. Das Layout ist klassisch gehalten, es gibt pro Halbrunde zwei Par 3s und zwei Par 5s sowie 5 Par4. Die Bahnen sind sehr schön gestaltet, von einigen trockenen Stellen entlang der Fairways (etwas, an das wir uns im Golfsport in Mitteleuropa wohl werden gewöhnen dürfen und was das Spiel nicht beeinträchtigt, höchstens die Optik) war der Platz in einem sehr guten Zustand – die Grüns waren spurtreu, aber nicht allzu schnell. Die Anlage bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, unter der Woche kann man zudem von zahlreichen Bonus-Aktionen profitieren. Wenn es einen Kritikpunkt am Layout gibt, dann den, dass die Bahnen in der Länge leider alle recht ähnlich sind – das gilt vor allem für die Par 4s: die meisten liegen in einem Bereich um 350 Meter, so dass man hier (wenn die Schläge gelingen) recht häufig zu identischen Schlägern auf der Runde greift. 

 

Wer zum ersten Mal den Nordkurs spielt, sollte unbedingt den Ausblick von Tee 1 genießen: hier bietet sich ein wunderschöner Blick in Richtung des Untertaunus. Und das breite Fairway und das zur Fahne abfallende Fairway bieten eine gut spielbare Auftaktbahn. Am ersten Par 5 an Bahn 2 ist vor allem der Teeshot knifflig: durch einige recht eng stehende Bäume hindurch lauert rechts ein Wasserhindernis – dann geht es jedoch wieder einfacher weiter. Auch das erste Par 3 an Bahn 4 hat seine Tücken: vor allem Fade-Spieler machen an der langen Bahn (bis zu 193 Meter) schnell Bekanntschaft mit dem großen Baum auf der linken Bahnhälfte. Die Spielbahnen der Front Nine verlaufen erfreulich eben, man kann sie problemlos auch zu Fuss absolvieren. Die aus unserer Sicht schönste Strecke der Front Nine sind die Bahnen 7 bis 9. Zunächst geht es mit einem Par 5, Dogleg rechts, bergauf – die Bahn spielt sich somit länger als die angegeben 503 Meter. Wie stark die Steigung war, merkt man spätestens an Bahn 8, einem gerade Par 4 mit bis zu 356 Metern, das vom Tee jedoch spürbar bergab verläuft. Die Herausforderung besteht hier im quer verlaufenden Wasserhindernis, das links zu einem kleinen Teich wird: entweder (nur etwas für Longhitter) überspielt man das Wasser vom Tee oder man legt vor dem Wasser ab und nimmt einen deutlich längeren zweiten Schlag in Kauf. An Bahn 9 wartet ein Par 4, Dogleg links, das zudem bergauf verläuft. Links lauert die Ausgrenze, rechts trennt der von der Vorbahn bekannte Bachlauf das Fairway zur achten Bahn ab, eine breite Landezone rechts des Baches zieht viele Bälle magisch an, bedeutet jedoch auch einen längeren Weg ins Grün. 

 

Auch die Back 9 beginnen mit einem bergab verlaufenden Par 4, nun allerdings als Dogleg rechts. Die mit bis zu 578 Metern längste Bahn, das Par 5 an Bahn 11, bietet einen blinden Teeshot und wendet sich nach der Drivelandezone nach rechts. Unser Tipp: am besten auf das gut sichtbare zweite Windrad von rechts zielen – aber nicht zu weit nach rechts, denn dort lauern auch Bunker. Das erste Par 3 mit bis zu 157 Metern verläuft leicht bergauf und bietet eine gute Chance aufs Par. Gut gefallen hat uns auch Bahn 15, ein bis zu 368 Meter langes Par 4, Dogleg rechts. Vom Tee spielt man durch eine kleine Gasse an Bäumen, wer den Fade nicht beherrscht, sollte überlegen, nur mit einem kleinen Holz abzuschlagen. Sehr gut platzierte Fairway- und Grünbunker sorgen für zusätzliche Abwechslung. Was auf den Back Nine insgesamt auffällt: die Bahnen kommen sich manchmal etwas nah – obwohl die Gesamtfläche der Anlage mit 160 Hektar wahrlich nicht zu knapp bemessen ist. Man sollte daher auch stets auf andere Golfer achten, die ihren verzogenen Schlag auf der eigenen Bahn platziert haben. Und mit Ausnahme der beiden Par3-Bahnen sind alle anderen Spielbahnen Doglegs – mal nach links, mal nach rechts, mal stärker drehend, mal weniger. Auch die Schlussbahn ist ein sanftes Dogleg links, zudem steigt das bis zu 374 Meter lange Par 4 Richtung Fahne deutlich an. Das von drei Bunkern eingerahmte Grün hängt leicht nach vorne – eine schöne Schlussbahn einer sehr schönen Golfrunde!

 

Südkurs

Der Südkurs „Gut Henriettenthal“ ist von seinem Charakter her ein sehr schöner Parkland Course. Die Spielbahnen sind aus unserer Sicht insgesamt ein klein wenig abwechslungsreicher als beim Nordkurs, was vor allem an den variierenden Längen der Par 4s liegt. Die Auftaktbahn, ein bis zu 347 Meter langes Par 4, präsentiert gleich zu Beginn beim sanften Dogleg rechts ein typisches Merkmal des Platzes: zahlreiche, aber stets rechts flache Fairwaybunker. An den Grünbunkern hingegen werden die Kanten oft höher, so dass diese anspruchsvoller zu spielen sind. Auf der Runde kommt man zudem immer wieder an schönen Obstbäumen vorbei – mal Apfel, mal Kirsche. Gut gefallen hat uns auch die zweite Bahn – ein Dogleg links, das strategisches Spiel und damit auch den Griff zum kleinen Holz oder langen Eisen belohnt. Vor allem auf der ersten Runde ist das Par 5 an Bahn 5 mit bis zu 509 Metern nicht einfach, denn das deutliche Dogleg rechts bietet kaum Sicht auf die Drivelandezone. Spielt man den Ball daher gerade in Richtung der Bäume, landet er schnell im Aus – entweder schlägt man hier über die hohen Bäume rechts ab, legt nur mit kleinem Holz vor oder platziert einen Fade in den Knick. Im Bereich des Lay-ups kommt rechts ein kleiner Teich dazu, zudem steigt die Spielbahn Richtung Grün sanft an – eine sehr schöne Spielbahn! Auch das folgende, bis zu 186 Meter lange Par 3 ist eine spannende Bahn: das Grün liegt unterhalb der Abschläge, auf der linken Seite des Grüns lauert Wasser auf die Bälle – und hinter dem Grün wartet nichts als Büsche und Bäume. Auch das nur 313 Meter kurze Par 4 an Bahn 9 erfordert eine klare Strategie: das Fairway hängt stark nach links, zudem fällt die Bahn deutlich Richtung Grün ab. Auch hier sollte man zugunsten einer exakten Platzierung des Balls den Driver ruhig einmal im Bag lassen – und das Grün stets über rechts anspielen, da es ebenfalls nach links geneigt ist.

 

Etwas überrascht hat uns die Aussage auf der Homepage, dass es keine blinden Löcher auf dem Platz gäbe – das bergauf verlaufende Fairway des bis zu 491 Meter langen Par 5, Dogleg rechts, gehört nämlich genau in diese Kategorie. Dennoch eine sehr schöne Bahn, die man nicht zu über die rechte Seite beginnen sollte, da das Fairway nach rechts hängt und dort auch ein großer Fairwaybunker droht. Auch die Lay-up Zone wird beiderseits durch Bunker verteidigt, das Grün wird durch weitere drei Bunker (besonders tückisch ist der Grünbunker rechts unterhalb der Fahne) geschützt. Auch das Par 4-Dogleg links an Bahn 11 erfordert einen präzisen Teeshot rechts der Bunker und Bäume – oder man spielt den Annäherungsschlag einfach über die Bäume hinweg. Sehr interessant ist auch das bis zu 367 Meter lange Par 4, Dogleg rechts, an Bahn 14. Vom Tee geht es erst bergauf – hier sollte man möglichst Mitte Bahn bleiben. Dann dreht die Spielbahn nach rechts, wo sich inmitten von drei Bunkern das Grün befindet. Die beiden Par 3-Bahnen auf den Back Nine sind fast gleich lang, das zweite an Bahn 15 wurde mit gerade einmal einem Meter weniger vermessen als das erste an Bahn 12. An Bahn 15 befindet sich jedoch links des Grüns nicht nur ein Bunker, sondern auch ein See – Mitte Grün ist hier immer eine gute Strategie. Sehr anspruchsvoll ist das zweite Par 5, ein 531 Meter Dogleg links mit blindem Teeshot. Auch die Schlußbahn ist sehr gelungen. Das bis zu 366 Meter lange Par 4 ist fast ein 90 Grad Dogleg rechts, der Knick setzt ziemlich genau in der Mitte der Bahn ein – daher ist eine genaue Ausrichtung beim Teeshot unverzichtbar. Im letzten Drittel der Bahn kommt auf der linken Seite ein großes Wasserhindernis ins Spiel – und vor dem Wasser ein großer Bunker. Je nach Fahnenposition muss der Annäherungsschlag daher häufig über Wasser gespielt werden. Das erneut sehr spurtreue Grün sollte jedoch mit maximal zwei Putts gemeistert werden.

 

Der Golfpark Idstein bietet zwei sehr schöne 18-Loch-Plätze vor den Toren Frankfurts und Wiesbadens. Der Südkurs hat uns ein klein wenig besser gefallen als der Nordkurs, dennoch lohnen sich beide Plätze – der Nordkurs ist zudem ein klein wenig günstiger im Greenfee. Wer möchte, kann für die Runde auch Buggies mieten – grundsätzlich sind beide Plätze aber auch zu Fuss sehr gut zu absolvieren.

 

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