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Golfanlage Lietzenhof (Eifel)

Die Golfanlage Lietzenhof befindet sich in Burbach in der Eifel, rund 20 Autominuten nördlich von Bitburg. Sie beherbergt gleich mehrere Golfclubs, so den GC Kyllburger Waldeifel und den GC Euro 2000. Die Anlage ist in zwei 9-Loch-Halbrunden unterteilt, die auch separat gespielt werden können. Die Gesamtanlage addiert sich zu einem Par 71 Platz (die Back Nine sind mit Par 35 etwas kürzer), die Platzlänge beträgt 5.558 Meter von gelb sowie 4.807 Meter von rot. Auffällig sind die teils vergleichsweise geringen Abstände zwischen den gelben und roten Abschlägen – vor allem für Damen verlangt manche Bahn daher fast schon Longhitter-Qualitäten. Typisch für den Lietzenhof sind die teils erheblichen Höhenunterschiede vom Tee zum Grün, selten beginnen und enden Spielbahnen auf der gleichen Höhe. Das gilt für die Back-Nine noch mehr als für die Front-Nine. Hunde sind auf der Anlage angeleint stets gern gesehene Begleiter.

 

Die Runde beginnt hinter dem Clubhaus, nachdem man durch einen Tunnel auf die andere Straßenseite gewechselt ist. Zum Auftakt wartet gleich ein bis zu 374 Meter langes Par 4, Dogleg rechts, auf die Golfer. Der Abschlag erfolgt blind, am besten orientiert man sich Mitte Fairway am gut sichtbaren Pfosten. Bis dahin steigt die Bahn leicht an. Nach dem Knick verläuft die Bahn dann Richtung Grün leicht bergab, ein großer Bunker verteidigt die Vorderseite des Grüns ausgezeichnet. Nun ist man warmgespielt – und hat einen etwas weiteren Weg zum zweiten Abschlag vor sich. Mit maximal 323 Metern ist das Par 4, Dogleg rechts, nicht allzu lang, aber leicht ansteigend. Daher kann man vom Tee ruhig zum kleinen Holz oder langen Eisen greifen. Insgesamt drei Bunker säumen den Weg vom Tee zur Fahne, vor allem der Grünbunker links kommt gerne ins Spiel. Dann kommt das erste, bis zu 486 Meter lange Par 5.  Vom Tee sollte man den kleinen Teich rechts der Drivelandezone beachten. Zudem hängt das Fairway spürbar nach rechts. Zum Grün wird wird es optisch immer schmaler, das Grün selbst ist deutlich erhöht – bleibt der Annäherungsschlag zu kurz, rollt er gerne wieder auf das Fairway zurück. Weiter geht es von den erhöhten Abschlägen von Bahn 4, einem bis zu 210 Meter mächtigem Par 3. Das Grün liegt zudem leicht erhöht – vor allem bei Gegenwind spielt sich diese Bahn als gefühltes Par 4. Das Grün hängt von hinten nach vorne, ein großer Bunker schützt die linke Grünseite. Die fünfte Bahn, ein nur 276 Meter langes und gerades Par 4, ist eine gute Scoring-Bahn. Man sollte den Ball mit einem Eisen oder kleinen Holz ins Spiel bringen, der Teeshot ist eher leicht rechts anzuhalten, da die Bahn nach links hängt. Beide Grünseiten sind mit Bunkern eingerahmt, hier kann man getrost Mitte Grün zielen. Auch Bahn 6 ist ein Par 4, mit 285 Metern Maximallänge ähnlich kurz wie die Bahn zuvor. Nun hängt das Fairway spürbar von links nach rechts. Selbst wenn man seinen Teeshot eher links anhält kann es vor allem bei sehr trockener Witterung passieren, dass der Ball in einen der beiden Fairwaybunker rechts rollt. Zum Grün geht es leicht bergauf, zudem fällt die rechte Vorderkante deutlich ab und wird zusätzlich von einem großen Bunker geziert. Bahn 5 und 6 erfordern daher ein gutes Course Management. Dann folgt die längste Bahn der Anlage, das bis zu 502 Meter lange Par 5. Da die Spielbahn Richtung Grün leicht abfällt, spielt sie sich etwas kürzer, bleibt aber dennoch sehr anspruchsvoll. Vom Tee sollte man nicht zu weit nach rechts zielen, denn dort lauert dichter Wald. Im Bereich des Lay-ups wartet links ein Teich, rechts versperren zahlreiche Bäume den Weg zum nach rechts versetzten Grün. Daher sollte der Lay-up nicht zu kurz bleiben. Am besten spielt man die Fahne hoch an und kann so auch über die Bäume entlang des Knicks spielen. Man sollte zudem nicht zu weit nach rechts zielen, da dort Sand wartet. Mit Bahn 8 geht es ein klein wenig bergauf, das bis zu 173 Meter lange Par 3 erfordert einen präzisen Teeshot, das Grün hängt leicht von rechts nach links. Dennoch bietet sich hier eine gute Chance auf Par oder gar Birdie, wenn der Abschlag das Grün findet. Nun folgt die schwierigste Bahn, ein Par 4, mit bis zu 420 Metern Länge ein echtes Brett! Zudem wendet sich die Bahn etwas in der Hälfte leicht nach rechts. Vom Tee gilt es zunächst, die vier Fairwaybunker links zu vermeiden. Der Schlag ins Grün sollte eher über rechts ausgeführt werden, denn links lauert Wasser, und auch hinter dem Grün droht das feuchte Element. Insgesamt eine sehr anspruchsvolle, aber auch sehr schöne Spielbahn!

 

Zurück durch die Unterführung und vorbei am Clubhaus geht es auf die Back-Nine. Die Anlage weist insgesamt Höhenunterschiede von rund 100 Metern auf – und an Bahn 10 hat man das Gefühl, dass man die Hälfte gleich hier „abhackt“. Das Par 3 misst zwar bis zu 172 Meter, das deutlich unterhalb gelegene Grün kann man jedoch getrost mit mindestens 2 Schlägern weniger anvisieren. Der große Teich direkt unterhalb des Abschlags ist eher ein psychologisches Hemmnis, stattdessen kommen die Bunker zu beiden Seiten des tropfenförmigen Grüns deutlich stärker ins Spiel. Auch Bahn 11 ist sehr reizvoll gestaltet. Das bis zu 342 Meter lange Par 4 ist ein leichtes Dogleg links. Vom Abschlag sollte man sich leicht rechts orientieren, so hat man den besseren Winkel ins Grün. Da die Bahn in der Drivelandezone eine Senke aufweist, rollt der Ball oft weiter als gedacht. Das Grün ist dann wieder erhöht, die Vorderseite wird durch eine Mauer geschützt, zwei Bunker links des Grüns sorgen für zusätzliche Herausforderung. Ein Par ist hier ein schönes Ergebnis. Weiter geht es mit dem 442 Meter langen Par 5. Es beginnt mit einem blinden Abschlag, zudem hängt das Fairway deutlich nach links. Dennoch sollte man nicht zu weit nach links zielen, sonst landet der Ball schon einmal jenseits der Bäume. Im Bereich der Drivelandezone setzt der erste, sanfte Knick des Doppeldoglegs ein. Der zweite Knick, nun nach links, erfolgt im Bereich eines Lay-ups. Im letzten Teil verläuft die Bahn zudem ansteigend, das Grün ist zudem onduliert – insgesamt keine einfache Bahn. Das nun folgende zweite Par 3 mit bis zu 148 Meter ist da deutlich leichter zu spielen. Das Grün liegt deutlich oberhalb, hier kann man ruhig einen Schläger mehr nehmen. Rechts lauert die Ausgrenze, links begrenzen Bäume und Büsche das Fairway. Wer hier Par spielen möchte, sollte seinen Teeshot möglichst aufs Grün legen. Dann folgen zwei besonders herausfordernde Bahnen. Bahn 15, ein Par 4, ist zwar nur 292 Meter kurz, aber dafür hängt das Fairway bis kurz vor dem Grün extrem von links nach rechts. Daher sollte man unbedingt die rechte Fairwayseite anvisieren. Geht der Ball jedoch zu weit nach rechts, landet er entweder im Wald oder er bleibt oben auf dem Hügel liegen und es wartet ein mehr als anspruchsvoller Schlag ins Grün. Umgekehrt rollen alle Bälle, die der Bahnmitte zu nahe kommen, fast immer vor oder in den Bunker auf der rechten Seite. Das Grün liegt auf einem Plateau und fällt nach rechts deutlich in Richtung eines weiteren Bunkers ab. Noch mehr Spielmöglichkeiten bietet das mit maximal 265 Metern nochmals kürzere Par 4, dessen Dogleg die 90 Grad überschreitet. Theoretisch kann man – über die Bäume links hinweg – die Fahne mit einem langen Eisen direkt vom Tee angreifen, allerdings fehlt zumindest Gastspielern dafür ein Orientierungspunkt. Daher kann man vom Tee wählen: entweder spielt man gerade die Bahn entlang Richtung gut sichtbarem Zielpfosten und nimmt einen längeren zweiten Schlag ins erhöhte Grün in Kauf, oder man kürzt über die linke Seite ab und läuft Gefahr, dass der Ball nicht auf dem Fairway, sondern dem deutlichen Hang links des Fairways zum Liegen kommt. Da die Bahn zudem spürbar bergauf verläuft, sollte man für den Schlag zur Fahne ruhig einen Schläger mehr nehmen. Auf dem Grün angekommen empfiehlt es sich, den Blick zurück schweifen zu lassen, so wird der deutliche Höhenunterschied nochmals erlebbar. Rechts des Grüns geht es weiter zu 17. Bahn, einem nur 230 Meter kurzen Par 4, Dogleg links. Auch hier steigt die Bahn vom Tee Richtung Grün an, links droht die Ausgrenze. Longhitter können das Tee über das Aus mit langem Eisen oder kurzen Holz direkt angreifen. Ansonsten sollte man den Teeshot in den Knick des Doglegs rechts des gut sichtbaren Holzpfostens halten und dann ein Wedge Richtung Fahne spielen. Bahn 17 ist ebenfalls ein Par 4, Dogleg links, jedoch mit 331 Metern deutlich länger. Vom Tee geht es zunächst deutlich bergauf, ein blinder Abschlag erfordert eine gute Ausrichtung. Vom Tee hält man sich am besten leicht links des gut sichtbaren Zielpfostens, von dort geht es dann leicht bergab – vorbei an einigen Bunkern – Richtung Grün, das leicht nach vorne abfällt. Auch die Schlussbahn ist ein Dogleg links mit deutlich nach rechts abfallendem Fairway. Da die Bahn nur 287 Meter misst, reicht vom Tee durchaus ein kleines Holz oder Eisen. Am besten zielt man leicht rechts des weithin sichtbaren Bunkers links. Von dort ist es dann nur noch ein Wedge zum erhöhten Grün. Mit zwei Putts kann man die Runde durchaus mit einem Par beenden.

 

Die Bahnen der Golfanlage Lietzenhof sind erfreulich abwechslungsreich und erfordern ein präzises Spiel. Auch der Service im Empfang und Pro-Shop sowie in der Gastronomie (in Post-Corona Zeiten zunächst zum Mitnehmen) ist äußerst freundlich und hilfsbereit. Hier kann man einen perfekten Golftag genießen – und nach der Runde sogar einige Wildspezialitäten für die Zubereitung zuhause mitnehmen!

 

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