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Korsør Golf Club - Gastfreundschaft pur am Großen Belt

Der Korsør Golf Club liegt gut eine Autostunde westlich von Kopenhagen und grenzt unmittelbar an den Großen Belt. Der typische Mitgliederclub bietet einen sehr gepflegten 18-Loch-Platz und eine ausgezeichnete Gastronomie. Durch die Lage am Belt grenzen einige Bahnen direkt an die Ostsee – was einerseits reizvolle Ausblicke bietet, andererseits aber den Ballvorrat schnell schmelzen lassen kann. Der sehr gepflegte Parkland-Course umfasst zudem zahlreiche, teils Jahrhunderte alte Bäume – daher ist präzises Spiel oft die Voraussetzungen für einen guten Score. Für manche Besucher sicherlich überraschend: obwohl direkt an das Meer angrenzend, ist der Platz nicht komplett flach – im Gegenteil: mal gibt es erhöhte Teeboxen, mal geht es Richtung Fahne spürbar bergauf und an manchen Bahnen gilt es, eine Senke zu überspielen. Für Abwechslung ist auf dem Par 72-Platz gesorgt. Die Abschläge sind – wie häufig in Skandinavien – nicht nach Farben, sondern nach Gesamt-Bahnenlänge gestaffelt. Pro Bahn stehen vier Abschläge zur Wahl: von der 47 spielt sich der Platz 4.739 Meter lang, von den hintersten Abschlägen, 57, sind es 5.757 Meter. Allgegenwärtig auf der Anlage ist der Hauptsponsor, die Harboes Brauerei. Sie gehört der Familie des vor vielen Jahren nach Dänemark ausgewanderten Deutschen Bernd Griese, der auch dem Clubvorstand angehört.

 

Die Runde beginnt mit einem bis zu 314 Meter kurzen Par 4. Der Abschlag liegt rechts oberhalb des Clubhauses, vom Tee geht es daher zunächst bergab. Man sollte nicht zu weit nach links anhalten, dort trennt ein Teich in der Drivelandezone die Bahnen 1 und 18. In der zweiten Hälfe der Bahn sollte man nicht zu weit nach rechts spielen, denn dort lauert die Ausgrenze. Die Fahne spielt man am besten über rechts an, denn links begrenzt ein Bunker das leicht nach rechts hängende Grün. Das bis zu 345 Meter lange Par 4, dessen Grün leicht nach links versetzt ist, erfordert vor allem einen geraden Abschlag. Links lauern dichte Büsche, rechts droht das Aus. Je weiter hinten der Abschlag liegt, um so länger wird der Weg durch eine von Bäumen gesäumte enge Gasse, die weder Draw- noch Fade-Spieler wirklich glücklich macht. Das quer zur Spielrichtung liegende Grün wird vorne durch zwei Bunker verteidigt, man sollte die Fahne daher entweder hoch über die Bunker oder über links anspielen. Dann geht es leicht bergauf zum erhöhten Abschlag des ersten, maximal 143 Meter langen Par 3s. Rechts begrenzen hohe Bäume die Bahn, das gesamte Fairway und das Grün hängen teils deutlich nach rechts, zudem fällt das Grün nach vorne ab. Man sollte – trotz des Bunkers links des Grüns – die Fahne eher über links anspielen, sonst rollt der Ball selbst bei Green in Regulation oft nach rechts vom Grün herunter. Die nur 313 Meter lange vierte Bahn ist ein deutliches Dogleg rechts. Longhitter können über die hohen Bäume rechts abkürzen, sonst reicht ein mittleres oder langes Eisen, um den Ball sicher ins Spiel zu bringen. Im zweiten Teil der Bahn sollte man sich eher rechts halten, denn links droht Wasser. Das Grün fällt erneut nach vorne und hinten sanft ab. Das erste Par 5 misst bis zu 443 Metern und ist ebenfalls ein deutliches Dogleg rechts. Vom Tee beginnt man mit einem blinden Teeshot. Wer über rechts abkürzen möchte, sollte die dortige Ausgrenze beachten. Auch im zweiten Teil der Bahn geht es weiter bergauf, eine hohe Stange weist den Weg Richtung Fahne. Im letzten Teil der Bahn hängt diese deutlich nach links, danach geht es Richtung Grün wieder sanft bergab. Hinter dem Grün sieht man die Ostsee, die jedoch kaum ins Spiel kommt – dafür jedoch die dichten Büsche links des Grüns sowie die beiden Bunker beiderseits vor dem Grün. Hier sollte man – wenn es der Spielfluss erlaubt – den Blick ruhig einmal schweifen lassen, denn die Aussicht ist vor allem bei schönem Wetter grandios! Das folgende, bis zu 315 Meter lange Par 4, ist ein leichtes Dogleg links. Vom Tee geht es über eine kleine Senke zunächst geradeaus – man sollte nicht zu weit nach links anhalten, denn dort wartet ein großer Grasbunker. Am besten hält man links des gut sichtbaren Fairwaybunkers auf der rechten Bahnseite an – oder man zielt auf den rechten Pfosten der markanten Brücke über den Großen Belt. Danach geht es bergab Richtung Grün, hier sollte man vor allem nicht zu lang spielen und den rund um das Grün angelegten dichten Büschen zu nahe kommen. Das zweite Par 5, ein Dogleg links, ist mit bis zu 519 Metern nicht nur die längste, sondern auch die schwierigste Bahn der Runde – und mit reichlich Wasser versehen. Vom erhöhten Tee hält man am besten rechts an, denn links droht Wasser. Auch beim zweiten Schlag sollte man sich eher rechts orientieren, denn links bleibt das Wasser bis zum Grün erhalten. Bahn 8 wartet mit dem zweiten, maximal 143 Meter langen Par 3 auf. Vom Tee geht es sanft bergab, beide Grünseiten und der hintere Grünbereich werden durch Bunker verteidigt – hier gilt das alte Motto „Mitte Grün“, der Rest ist Putten. Der Platz, der nicht als klassischer 9-Loch-Doppelloop ausgeführt ist, endet mit einem sehr schönen, bis zu 306 Meter kurzen Par 4. Vom Tee geht es zunächst geradeaus, am besten spielt man den Ball über den gut sichtbaren Hügel rechts, denn die Bahn dreht im zweiten Teil sanft dorthin. Links des Grüns begrenzt ein mit dichtem Schilf bewachsener Teich samt Wasserspiel die Bahn, daher spielt man die Fahne besser über die rechte Seite an.

 

Wie bereits am ersten Abschlag geht es zu Beginn der Back Nine bergauf zur Teebox, dieses Mal sogar über eine langgezogene Treppe. Das bis zu 488 Meter lange Par 5 verläuft in einem langgezogenen Linksbogen Richtung Grün. Wer den Lay-up wählt, sollte die Fairwaybunker links beachten – und auch rund ums Grün lauern drei Bunker. Bahn 11 ist ein weiteres Dogleg links – und eine der zahlreichen, recht engen Parkland-Bahnen des Platzes. Auf bis zu 329 Metern geht es zunächst geradeaus – da links dichte und hohe Bäume das Abkürzen erschweren, wartet meist ein recht langer zweiter Schlag ins Grün auf die Golfer. Das leicht erhöhte Grün bietet zahlreiche Fahnenpositionen – vor allem hinten rechts ist sehr anspruchsvoll. Das bis zu 444 Meter lange Par 5 an Bahn 12 windet sich leicht S-förmig vom Tee zur Fahne. Vom Tee ist der Draw der perfekte Schlag, da man mit ihm die Bäume links gut aus dem Spiel nehmen kann. Während die Bahn zunächst recht offen gestaltet ist, wird sie auf den letzten 50 Metern immer schmaler, zudem geht es spürbar bergauf – man hat das Gefühl, das Grün sei in eine Schneise hineinverlegt worden. Man sollte daher beim Schlag Richtung Fahne ruhig 2 Eisen mehr nehmen, denn bleibt der Approach zu kurz, rollt der Ball gerne den Abhang wieder hinunter. Dann folgt das erste Par 3 der zweiten Rundenhälfte – und hier geht es deutlich bergab. Das Grün hängt deutlich nach rechts, dort lauert zudem Wasser – trotz des großen Bunkers links des Grüns sollte man daher eher über die linke Seite zur Fahne spielen. Auch beim Putten ist es wichtig, das deutliche Gefälle des Grüns zu berücksichtigen – sonst landet ein von oberhalb gespielter Putt letztlich doch noch im kleinen Teich rechts des Grüns. An Bahn 14 geht es über eine Treppe zum spürbar erhöhten Abschlag. Das Dogleg links können Longhitter über die hohen Bäume auf der linken Seite abkürzen, denn mit bis zu 385 Metern ist die stetig ansteigende Bahn vor allem bei Gegenwind fast schon ein gefühltes Par 5. Vor allem im zweiten Teil neigt sich das Fairway zudem deutlich nach links. Erst im letzten Teil vor dem Grün wird die Bahn flacher – das Grün fällt jedoch sowohl nach vorne als auch nach hinten leicht ab und wird beiderseits durch Bunker geschützt. Wie bei Bahn 5 sollte man auch hier den Blick auf das Meer genießen. Unterhalb des Grüns wartet der Abschlag zu Bahn 15, einem maximal 313 Meter kurzen Par 4. Es führt als Dogleg rechts über die gesamte Strecke am Wasser entlang. Bleibt der Teeshot kurz, muss man daher beim zweiten über Wasser Richtung Grün spielen. Daher ist das kleine Holz oder der Driver durchaus angebracht – für Longhitter möglichst als Fade, alle anderen können auch einen Draw oder natürlich gerade spielen. Das Grün grenzt rechts ans Aus, zudem fällt es dort Richtung Wasser ab. Das Wasser sorgt ohnehin dafür, dass die meisten Golfer die Fahne über die linke Seite anspielen, zu dieser Seite hängt auch das Grün – und so kommt häufiger als gewünscht der Grünbunker links ins Spiel. Wer nun glaubt, in Bezug auf Wasser das Gröbste hinter sich gelassen zu haben, wird an Bahn 16 eines Besseren belehrt. Das letzte Par 3 der Runde spielt sich zwar nur bis zu 122 Meter lang, aber diese gehen fast komplett über Wasser. Für den Abschlag geht es wieder einen Hügel hinauf, den man vom Teeshot der 15. Bahn bereits kennt. Das Grün ist wie ein Hochplateau angelegt, man sollte unabhängig von der Fahnenposition eher etwas links anhalten und so das Wasser aus dem Spiel nehmen. Bahn 17, das längste Par 4 der Runde, misst bis zu 397 Meter und hat eher den Charakter einer Heideland-Spielbahn. Vom Tee geht es zunächst über dichtes Rough geradeaus. Im letzten Drittel ist das Fairway leicht nach rechts versetzt – wer jedoch einen langen Schlag Richtung Fahne in Kauf nimmt, kann diesen Bereich überspielen. Das Grün ist leicht erhöht, vor allem bei einer Fahnenposition links kommt der Grünbunker ins Spiel. Steht die Fahne mittig, kann man den gut sichtbaren Stein in Form eines Menhuirs als Orientierung für den Schlag ins Grün nehmen. Entlang einer kleinen Allee, die von hohen, alten Eichen gesäumt wird, geht es zum letzten Abschlag. Das ganz leichte Dogleg links wird aus einer kleinen Lichtung heraus begonnen, da die Gesamtlänge nur 299 Meter beträgt, reicht oft das kleine Holz oder lange Eisen vom Tee, idealerweise als Draw. Beim Schlag Richtung Fahne kommt einerseits der Teich rechts vor dem Grün sowie sein Pendant auf der linken Grünseite ins Spiel, zudem kommt ein hoher Solitärbaum links des Grüns vor allem dann ins Spiel, wenn der Teeshot weit auf die rechte Seite gespielt wurde – hier kann es sinnvoll sein, den Ball lieber nochmals auf die linke Seite vorzulegen und dann erst die Fahne anzuspielen. Hat man den letzten Putt unter den Blicken der Gastronomie-Gäste auf der Clubterrasse geschafft, darf man sich zu Recht auf sein eigenes Harboes nach der Runde freuen.

 

Nach der Runde sollte man unbedingt noch die Gastronomie genießen. Hier gibt es nicht nur typisch dänisches Essen, sondern selbstverständlich auch verschiedene Biere der Harboes Brauerei vom Fass. Der Korsør Golf Club ist ein typischer Mitgliederclub, der jedoch Gäste herzlich aufnimmt und sie mit einem überzeugenden Preis-Leistungsverhältnis überrascht. Der Platz erfordert in erster Linie präzises Spiel – wenn man dies nicht beherrscht, sollte man sich vor der Runde im sehr gut sortierten Pro-Shop nochmals einen Extra-Vorrat an Bällen gönnen. Uns hat der Platz ausgezeichnet gefallen, auch die Atmosphäre unter den Mitgliedern war sehr positiv, man kommt als Gast schnell mit ihnen ins Gespräch. Im Sekretariat spricht man ausgezeichnet Deutsch, Startzeiten lassen sich daher sowohl per eMail als auch per Telefon leicht buchen. Wer in der Region übernachten möchte: der Club bietet in Zusammenarbeit mit einigen regionalen Hotels Arrangements, die auch ein ermäßigtes Greenfee beinhalten.

 

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