Dubsdread Golf Course, Orlando

Dubsdread in Orlando ist für US-amerikanische Verhältnisse geradezu ein historischer Platz. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1924 zurück, mehrfach war er Austragungsort der Orlando Golf Open. Legenden wie Sam Snead, Ben Hogan und Claude Harmon haben hier gespielt. Wer hier aufteet, kann die Ursprünge des US-amerikanischen Profigolfs um Walter Hagen und den Beginn des Golfbooms in Florida auf Schritt und Tritt geradezu atmen. Eigentlich sollte man diesen Platz mit Hickory-Schlägern spielen, um seiner Tradition gerecht zu werden – vielleicht wird die von Billy Casper Golf gemanagte Anlage dies einmal mit Leihschlägern unterstützen. Aber auch mit modernen Schlägern macht die Runde auf dieser öffentlichen Anlagen uneingeschränkt Spass und lässt den Rummel und die hektische Unterhaltungswelt Orlandos vergessen. 18 Loch auf diesem historischen Platz kosten wochentags 40 USD, am Wochenende 52 USD. Wer den Platz, den man sehr gut zu Fuss bewältigen kann, mit Buggy fahren möchte, zahlt pro Person 11 USD Aufpreis.

 

Die Par 70 Anlage bietet vier Abschläge pro Bahn, die Gesamtlänge beträgt zwischen 3.800 und 5.600 Metern – ein wohltuender Unterschied zu vielen modernen Anlagen, die offensichtlich davon ausgehen, dass heutige Amateure überwiegend Longhitter sind. Die Runde beginnt mit einem maximal rund 320 Meter langen Par 4. Nimmt man das Wasser links auf der zweiten Fairwayhälfte aus dem Spiel, bietet sich direkt zu Beginn die erste Chance auf ein Par. Bahn 2, ein weiteres Par 4, ist deutlich länger, zudem ist das Fairway schmaler und wird zu beiden Seiten durch Bäume und Sträucher begrenzt. Weiter geht es mit dem ersten Par 3 – und dies ohne Wasserhindernis. Wasser kommt erst am folgenden, fast 400 Meter langen Par 4 wieder ins Spiel, dafür ist die 4 auch die schwierigste Bahn des Platzes. Das Dogleg links erfordert einen präzisen Teeshot Mitte Fairway, auch der Annäherungsschlag sollte nicht zu weit nach links gehen, sonst droht Wasser. Zum Ausgleich wartet an der 5 das nächste, sehr kurze Par 3 – allerdings zieht sich über die rechte Seite Wasser, die linke Grünhälfte bietet mehr Sicherheit. Präzises Spiel ist auch am kurzen Par 4 der sechsten Bahn gefragt. Spielt man direkt Richtung Grün, wartet Wasser auf zu kurze Abschläge. Daher auch hier lieber zum kleinen Holz oder langen Eisen greifen und die rechte Fairwayhälfte anspielen. Auch Bahn 7 ist mir maximal rund 330 Metern nicht allzu lange, jedoch zieht sich das Wasser entlang des gesamten Fairways. Bahn 8 bietet das einzige Par 5 der Front Nine. Vom Abschlag geht es über ein Wasserhindernis, zudem wird die Drivelandezone immer schmaler, am Ende lauert rechts erneut Wasser. Hat man seinen zweiten Schlag sauber positioniert, kann man das Grün sehr gut anspielen und hat eine faire Chance auf ein Par. Den Abschluss der ersten Hälfte bildet ein kurzes, maximal 300 Meter langes Par 4, ein leichtes Dogleg links. Longhitter können versucht sein, über links direkt das Grün anzuspielen, jedoch lautert in direkter Linie erst Wasser und dann Botanik.

 

Vorbei am Clubhaus geht es auf die zweite Hälfte der Runde. Der Teeshot sollte nicht zu sehr nach links gehen, sonst trifft man schnell – trotz hohem Zaun – eines der Autos auf dem Club-Parkplatz. Da die Bahn jedoch nur maximal 267 Meter misst, reicht vom Tee ein mittleres Eisen, um das links von Wasser verteidigte Grün sicher mit einem Wedge anspielen zu können. Auch Bahn 11, ein weiteres Par 4, ist nicht allzu lang. Links lauert Wasser auf die Bälle, rechts wird das Fairway durch Bäume und Büsche begrenzt. Wasser ist auch das dominierende Element am ersten Par 3 der Back Nine. Zwar ist die Bahn nur maximal 141 Meter lang, zwischen Abschlag und Grün gibt es jedoch ausschließlich Wasser. Danach folgt ein weiteres Par 4. Der Abschlag sollte nicht zu sehr nach rechts angehalten werden, sonst spielt man seinen zweiten Schlag aus den Bäumen. Die gerade verlaufende 14 ist ein rund 360 Meter langes Par 4 und sehr gut zu spielen. An Bahn 15 wartet das letzte Par 3 der Runde mit bis zu 150 Metern. Das Grün wird links durch ein großes Wasserhindernis begrenzt, zudem kommen je nach gewähltem Abschlag die Bäume rechts ins Spiel, so dass man gerne dazu verleitet wird, den Ball zu sehr nach links anzuhalten – und dann doch das Wasser trifft. Bahn 16 ist die zweitschwerste Bahn der Anlage: long and straight, wie die Amerikaner sagen. Fast 400 Meter lang ist dieses Par 4, allerdings kommt kaum Wasser ins Spiel und auch die Bunker sind eher spärlich gesät. Wichtig ist, dass man seine Schläge nicht zur Seite verzieht, sonst erschweren Büsche und Bäume den nächsten Schlag. Auch Bahn 17 ist eines der längeren Par 4s der Anlage, links und rechts des Fairways lauern gut platzierte Bunker und Bäume. Zum Abschluss bietet Dubsdread das zweite Par 5 mit bis zu 470 Metern Länge. Den Teeshot sollte man auf der rechten Fairwayhälfte platzieren, um die Bäume in direkter Verbindung zwischen Abschlag und Grün aus dem Spiel zu nehmen. Die linke Grünseite wird zudem durch Wasser geschützt. Da das Grün leicht erhöht liegt, sollte man sich lieber dafür entscheiden, das Grün erst mit dem dritten Schlag anzuspielen und dann mit zwei Putts eine schöne Golfrunde abzuschließen.

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