Schloss Torgelow Course, Fleesensee

Der Schloss Torgelow Course weist eine Gesamtlänge von maximal 6.301 Metern auf, von den vordersten Abschlägen beträgt die Gesamtlänge knapp 4.900 Meter. Die Par 72 Anlage ist im Herbst langjähriger Austragungsort der Qualifying School der European Tour – ambitionierte Golfer sollten den Platz daher bevorzugt im September, möglichst unmittelbar nach Beendigung der Q-School spielen, denn dann gibt es Grüns mit Stimp-Meter auf Tourniveau und der Platz präsentiert sich in noch besserem Zustand als er ohnehin ist.

 

Das erste Tee liegt einige Gehminuten vom Clubhaus entfernt – selbst mit dem Buggy fährt man ein paar Minuten zum ersten Abschlag. Doch dann wartet eine wunderbare und noch dazu hundefreundliche Anlage auf die Golfer.  Direkt zum Beginn zeigt der Platz, dass er einen echten Test für das Course Management darstellt. Gut platzierte, tiefe Fairwaybunker zu beiden Seiten erfordern einen präzisen Schlag, zudem steigt die Spielbahn zum Grün hin an. Und auch Bahn 2 ist nicht minder anspruchsvoll: vom Tee dieses bis zu 481 Meter langen Par 5 spielt man zunächst in Richtung einer Bergkuppe, bevor es wieder leicht bergab Richtung Grün geht. Dieses wird vorne links bestens durch Bunker geschützt – zudem ist das Grün wie ein kleiner Vulkankegel geformt, landet der Ball nicht genau auf dem Grün, rollt er meist wieder herunter. Das nicht allzu lange, folgende Par 3 ist da schon fast entspannend, wenn die großen Grünbunker zu beiden Seiten nicht wären. Bahn 4, ein Par 4 mit leichtem Knick nach rechts, ist zwar nur knapp 350 Meter lang, steigt aber erneut zum Grün hin an – und verfügt sowohl in der Drivelandezone als auch rund um das Grün um hervorragend platzierte Bunker. Direkt anschließend folgt die schwerste Bahn des Platzes, ein bis zu 421 Meter langes Par 4. Zwar fällt die Bahn zum Grün hin leicht ab, auf der rechten Seite der Drivelandezone droht jedoch seitliches Wasser. Das Grün wird zusätzlich zu beiden Seiten durch große Bunker eingerahmt. Bahn 6, ein kurzes Par 4, wirkt da fast wie eine Erholung, allerdings erfordern die zahlreichen Bunker ein sehr präzises Spiel – hier sollte man durchaus zwei Eisenschläge in Betracht ziehen. Das folgende, bis zu 166 Meter lange Par 3 spielt sich etwas länger, da das Grün erhöht liegt. Hat man seinen Abschlag dort platziert, besteht eine sehr gute Chance auf ein Par. Beim folgenden Par 4 an Bahn 8 sollte man sich am Tee präzise ausrichten: zielt man zu weit rechts, droht meist dichtes Rough und der zweite Schlag muss über weite Strecken Wasser und Bunker überqueren. Zielt man jedoch zu weit nach links, droht seitliches Wasser in der Drivelandezone. Das Grün ist leicht nach rechts versetzt, hier sollte man nicht zu kurz bleiben, sonst droht ein mächtiger Bunker rechts des Grüns. Auch Bahn 9, mit bis zu 516 Metern das zweite Par 5 der ersten Hälfte, ist nicht ohne Tücke. In der Drivelandezone wendet sich die Spielbahn nach links, kurz vor dem Grün biegt sie dann wieder nach rechts ab. Zudem lauert auf der gesamten zweiten Hälfte der Bahn rechts Wasser.

 

Wer mag, kann sich nun im Halfwayhaus stärken. Die Back Nine beginnen mit einem schönen, nicht allzu schweren Par 4. Wer mit dem Driver abschlägt, läuft jedoch Gefahr, in die schmale Drivelandezone zu geraten, die zu beiden Seiten von Wasser begrenzt wird. Das Grün ist leicht erhöht und nach rechts versetzt. Bahn 11 ist ein weiteres Par 4, diesmal ein Dogleg links. Allerdings knickt die Spielbahn erst kurz vor dem Grün ab, so dass man vom Tee in erster Linie lange und gerade spielen sollte, um die bewachsenen Hänge rechts und das Rough links zu vermeiden. Das folgende, nicht allzu lange Par 5 bietet eine gute Par-Chance, sofern man seinen Abschlag nicht nach rechts ins Wasser spielt und auch die Annäherung Richtung Grün nicht feucht wird. Bahn 13 ist ein schönes, maximal 143 Meter langes Par 3. Der Teeshot wird carry über das Wasser gespielt, zudem hängt das Grün von hinten nach vorne. Bahn 14 ist ein langes Par 4, das als 90 Grad Dogleg gestaltet wurde. Genau im Knick der Spielbahn – der auch die Drivelandezone ist – liegt links ein kleines Biotop und Wasserhindernis, man sollte daher nur über diese Seite abkürzen, wenn der Schlag die nötige Länge erreichen kann. Auch das folgende, bis zu 391 Meter lange Par 4 ist nicht zu unterschätzen, landen doch viele Abschläge entweder links im großen Fairwaybunker oder rechts im Wasserhindernis. Die nächste Spielbahn, das letzte Par 5 der Runde, spielt sich leichter, wenn man seinen Teeshot zwischen den Bunkern über den kleinen Hügel spielen kann und so freien Blick auf den zweiten, nach rechts gedrehten Teil der Bahn bekommt. Hier meint man, auf eine Mondlandschaft zu blicken, denn nicht weniger als acht (!) teils tiefe Bunker verteidigen den rechten Eingang auf das Grün. Das lange Par 3 an Bahn 17 verläuft bergab, so dass man hier einen bis zwei Schläger weniger nehmen kann – und den Ball möglichst nicht nach links oder rechts verziehen sollte, sofern man kein Freund tiefen Roughs und schwieriger Lagen ist. Die 18 ist ein mächtiges Schlussloch zurück Richtung Halfway-Haus. Mit bis zu 427 Metern ist die Bahn – obwohl sie leicht bergab geht – vor allem bei Gegenwind fast schon als Par 5 zu spielen. Damit man überhaupt eine Chance bekommt, das Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen, gilt es, die mächtigen Fairwaybunker zu beiden Seiten vom Tee aus dem Spiel zu nehmen. Steckt die Fahne auf der linken Grünseite, ist sie etwas leichter anzuspielen, rechts lauern vier markante Bunker auf zu kurze Schläge.

 

Der Schloss Torgelow Course ist in jedem Fall anspruchsvoll – je nach Breite der Fairways und Höhe des Roughs wird der Schwierigkeitsgrad nochmals gesteigert. Hat man das Glück, den Platz nach Beendigung der Q-School zu spielen, zeigen auch die Grüns ihre Zähne: bei unserer Runde erreichten sie sagenhafte 14,5 auf dem Stimpmeter, das ist in etwa die Geschwindigkeit auf den Grüns von Augusta...

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