Old South Links - Südstaaten-Flair nahe Hilton Head Island

Der Old South Links Golf Course ist ein wunderschöner Südstaaten-Platz nahe Bluffton, South Carolina. Wer Richtung Hilton Head fährt, kommt an dieser Anlage fast auf direktem Weg vorbei – von daher ist der Platz auch eine spannende Alternative zu den preislich etwas höher liegenden Plätzen der bekannten Insel. Das Greenfee für Old South Links ist zwischen Mitte März und Mitte Mai am höchsten, am günstigsten ist es von Dezember bis Mitte März – zudem liegen die Preise für eine Vormittagsrunde um rund 15 USD über denen einer Morgenrunde. Ferner bietet der Club über seine Website oft weitere Online-Specials, so dass man in der Nebensaison hier durchaus für 50-60 USD seine Runde drehen kann. Der Name „Links“ ist für Europäer etwas irreführend, denn mit einem typischen Linkscourse hat die Anlage nur wenige Elemente gemein. Dennoch: einige Bahnen führen direkt an das Marshland heran, und genau diese Bahnen sind mit die schönsten und anspruchsvollsten der gesamten Anlage. Am einfachsten erreicht man den Platz über den Nachbarstaat Georgia, denn von Savannah aus sind es nur rund 30 Minuten mit dem Auto.

 

Der Par 72/71-Platz bietet pro Bahn drei Abschläge, so dass er sich insgesamt zwischen 5.284 und 6.192 Metern spielt. An vielen Bahnen kommt Wasser ins Spiel – meist seitlich, manchmal aber auch frontal. Die Runde wird mit einem kurzen Par 4 eröffnet, das in der Mitte des Fairways leicht nach rechts knickt. Links und rechts der Bahn säumen viele alte Bäume den Weg des Balls zum Loch. Das folgende Par 4 ist eine gerade verlaufende Bahn, das Wasserhindernis rechts des Tees hat eher psychologische Wirkung, kommt aber nicht ins Spiel – dafür das ondulierte Fairway, das spannende Ballpositionen bewirken kann. Nun folgt das erste Par 5 des Platzes – ein leichtes Dogleg links, über dessen gesamte linke Seite sich zudem Wasser zieht. Wasser spielt auch beim folgenden, ersten Par 3 der Runde eine große Rolle. Je nach Fahnenposition und Abschlag führen weite Teile des mittellangen Par 3s über das feuchte Element. Vorbei an einer typischen Südstaaten-Sumpflandschaft geht es zum nächsten Par 5, das zu beiden Seiten von dichtem Baumbestand eingerahmt wird. Das anschließende, sehr gerade und kurze Par 4 ist eine gute Gelegenheit zu einem Par oder gar Birdie. Dann folgt die wohl schönste, aber auch schwierigste Bahn der Front Nine. Hier ist präzise Schlagkontrolle gefragt. Die selbst vom hinteren Abschlag nur rund 340 Meter lange Bahn verläuft entlang des Marshlands. Vom Abschlag geht es zunächst auf eine zwischengelagerte Insel. Hier sollte man nicht zu weit nach rechts zielen, sonst landet der Ball entweder im dichten Bewuchs oder der Winkel zum Grün wird zu knapp. Von dort geht es mit dem zweiten Schlag, einem Wedge oder kurzen Eisen, auf eine nur durch ein enges Landstück rechts mit dem Festland verbundenes weiteres, inselähnliches Grün. Wer hier ein Par spielt, darf zurecht stolz sein! Wasser ist auch ein wichtiges Element bei unmittelbar folgenden, kurzen Par 3, denn auch hier ist das Grün frontal und zur rechten Seite sehr gut durch Wasser geschützt. Zum Abschluss wartet ein gerades Par 4, das sich zur Drivelandezone hin immer mehr öffnet. Beim Schlag ins Grün sollte man nicht zu kurz bleiben und so den kleinen frontalen Bachverlauf aus dem Spiel nehmen – und möglichst auch die zahlreichen Bunker links des Grüns meiden.

 

Vorbei am Clubhaus geht es auf die zweiten Neun. Der Anfang ist ein wenig spektakuläres, mittellanges Par 4 mit Wasser rechts, auch das folgende mittellange Par 3 spielt sich vergleichsweise einfach – wenn man den Abschlag nicht rechts ins Wasser oder den großen Grünbunker verzieht und auch die Senken links des Grüns meidet. Der Schwierigkeitsgrad steigt nun wieder an, das folgende Par 4 Dogleg links erfordert ein kleines Holz oder langes Eisen vom Tee entlang des Wassers rechts. Zu lange sollte man nicht sein, sonst landet der Ball im großen Fairwaybunker oder gar im Rough dahinter. Zum Grün hin verengt sich die Spielbahn nochmals, was vor allem am dichten Baumbestand auf der linken Seite liegt. Bahn 13 ist zwar ein kurzes, aber nicht minder anspruchsvolles Par 4. An sich liegt das Grün in gerader Linie vom Tee aus, das Fairway öffnet sich jedoch eher bauchförmig nach links und verengt sich vor dem Tee durch natürlichen Bewuchs. Bahn 14 ist ein gerades Par 5, vor allem am Anfang ist das Fairway durch Bäume links und rechts recht schmal, das Grün wird vorne durch zwei große Bunker geschützt. Weiter geht es mit einem Par 4 Dogleg rechts. Man sollte jedoch vom Tee (ein kleines Holz oder langes Eisen sollte hier reichen) nicht zu sehr nach rechts anhalten, sonst kann man das Grün aufgrund des dichten Bewuchses in der zweiten Fairwayhälfte nicht direkt anspielen. Nun ist man erneut am Marshland angelangt. Longhitter könnten theoretisch versuchen, das einer Insel ähnliche Par 4 vom Tee aus zu erreichen, doch der dichte Baumbestand links des Abschlags verhindert dies. So bleibt keine Wahl als seinen Teeshot über Marshland auch einer Fläche abzulegen, die kaum größer ist als das Grün. Von dort geht es dann als Dogleg links mit einem mittleren Eisen über Wasser und Schilflandschaft Richtung Grün – eine tolles Bahn! Das folgende Par 3 ist ebenfalls sehr schön gelungen. Vom Tee geht es größtenteils über Wasser, das Grün wird vorne und rechts durch einen großen Bunker verteidigt. Zum Schluss wartet das letzte Par 5 der Runde. Vom Tee geht es zunächst über ein Feuchtgebiet Richtung Fairway, ein kleiner Bachlauf kommt ins Spiel, wann man den zweiten Schlag vorlegt. Rund um das Grün verläuft eine lange und breite Bunkerzone, die man möglichst meiden sollte.

 

Vor oder nach der Runde sollte man im Clubhaus unbedingt dem „Restaurant at Old South“ einen Besuch abstatten. Hier wird frisch gekocht, das Restaurant verströmt Südstaaten-Charme und ist besonders für sein Frühstück und seine Burger bekannt. Es wurde mehrfach zum besten Clubrestaurant der Region gewählt.

 

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