Grado

Golf, Strand und Kultur in Friaul-Venetien

 

 

Vino, Pasta e Pizza, Kultur, Strand - es gibt unzählige Gründe für eine Reise nach Italien. Nicht umsonst zählt das Land seit Jahrzehnten zu den Top 3-Reisezielen der Deutschen.

Und natürlich gehört auch ein Besuch in der Lagunenstadt Venedig seit Jahrzehnten zum Stammprogramm vieler Reisenden. 

 

Knapp 90 Autominuten östlich von Venedig, nahe an der Grenze zu Slowenien, befindet sich auf einer Halbinsel in der Provinz Gorizia die schöne Kleinstadt Grado. Auch das Leben Grados wird stark durch das Wasser und zahlreiche Lagunen bestimmt, im Gegensatz zu Venedig ist es jedoch perfekt mit dem PKW erreichbar. Grado ist seit Jahrzehnten eine Konstante im Tourismus, auch viele Deutsche kommen jedes Jahr hier her. Die Stadt bietet zahlreiche kleine Geschäfte und viele Restaurants, lohnenswert ist auch ein Besuch der Altstadt. Sie kann bequem in wenigen Minuten zu Fuss erkundet werden. Die Ursprünge Grados reichen bis in die Zeit vor Christi Geburt zurück, zahlreiche altrömische Mosaiken und historische Gebäude zeugen von der langen Tradition des Ortes.

 

Auch das Speiseangebot hat uns bei unserem Besuch sehr gut gefallen. Alle Strände Grados sind sehr flach und feinsandig und damit auch für Familien mit kleineren Kindern bestens geeignet. Sonnenanbeter werden sich freuen, dass alle Strände - von der Strandpromenade in der Stadt bis hin zum Surfer-Areal Pineta - nach Süden ausgerichtet sind. Für Hundehalter gibt es einen eigenen Strandabschnitt, der bezeichnenderweise Lido di Fido heisst. Hier stehen die Sonnenschirme und Liegen deutlich weiter auseinander als an den übrigen Strandabschnitten, man kann unmittelbar vor dem Strandbereich parken. Für die Vierbeiner gibt es für die Dauer des Strandaufenthalts sogar einen Trinknapf - für das Wohl der Zwei- und Vierbeinigen Gäste wird also bestens gesorgt!

Grado bietet sich aber nicht nur als Destination für Sonnenanbeter an, auch Golfer kommen auf ihre Kosten. Der Golf Club Grado liegt rund 6 Kilometer ausserhalb der Stadt. Das schilfgedeckte Clubhaus lässt den Gast fast vermuten, er sei in der Karibik oder im Indischen Ozean unterwegs. Die Anlage umfasst neben dem 18-Loch Championship Course auch einen 9-Loch Executive Course-Kurzplatz. Und für deutsche Golfer eher ungewohnt (aber für Italiener ganz normal): Mobiltelefone sind auf dem Platz ausdrücklich erlaubt!

 

Auch beim Golfplatz ist Wasser das beherrschende Thema. Immer wieder gilt es, vom Tee aus den Ball über Wasserhindernisse zu schlagen, Inselgrüns anzugreifen oder seitliches Wasser aus dem Spiel zu nehmen. Selbst bei einem Par 5 kann es hier sein, dass einen seitliches Wasser über die gesamte Bahnlänge begleitet - um zum Schluss in ein Inselgrün zu münden! Mit gut 5.700 Meter von Gelb bzw. rd. 6.000 Meter von Weiss für die Herren sowie rund 4.900 Meter von rot oder gut 5.100 Meter von Schwarz erfordert der Golf Club Grado keine Longhitter-Qualitäten. Der Platz im Links Style erfordert vielmehr präzise Schläge und taktisches Spiel - sonst landet der Ball schnell im Bunker oder im Wasser. Nicht zu vergessen: der Wind! Da wird mit dem Wind mancher Schlag auf einmal deutlich länger als gewohnt, bei Gegenwind dürfen es dann aber auch an windigen Tagen gerne mal 1-2 Eisen mehr sein als üblich!

 

In 2014 wurde die Reihenfolge der Spielbahnen geändert: die frühere Bahn 1, vom weissen Abschlag immerhin ein 182 Meter-Tester auf ein Inselgrün, wurde zur Bahn 18, die Golfrunde beginnt nun an der früheren Bahn 2 mit dem ersten Abschlag. Damit kann der Golfer sich erst in bisschen warm spielen, bevor er sich dieser Herausforderung stellt. Interessant für Golfer, die eine 9-Loch-Runde bevorzugen: diese besteht in Grado nicht aus den ersten 9 Löchern des gesamten Platzes, sondern setzt sich aus den Bahnen 1 bis 4 sowie 14 bis 18 zusammen. Die frühere erste Bahn bildet somit sowohl für 9- als auch für 18-Loch-Runden einen spannenden Abschluss. Der Pflegezustand des Platzes und das Design war auf allen von uns bisher gespielten Runden herausragend – und Dienstags spielen Damen für gerade einmal 19 Euro pro Runde, und wenn sie in Begleitung eines Herren spielen, entfällt für die Dame das Greenfee komplett.

Aquileia – Abstecher in die Geschichte

Wer den Weg nach Aquileia findet, sollte ein bisschen Zeit für Kultur einplanen. Direkt an der Hauptstrasse können Überreste eines alten römischen Forums besichtigt werden. Im Museo Archeologico Nazionale die Aquileia können zahlreiche Fundstücke aus der Römerzeit besichtigt werden. Die Basilica stammt aus dem 11. Jahrhundert, sie wurde nach dem Vorbild der Hildesheimer Michaelskirche errichtet. Hier sind auch zahlreiche Fussbodenmosaiken zu bewundern.

San Daniele – die Schinkenmetropole

Nur rund eine Autostunde von Grado entfernt erwartet den Gast ein weit über die Grenzen Friauls bekanntes Highlight: San Daniele, die Schinkenmetropole Friauls. Unter Kennern wird vielfach darüber diskutiert oder gar gestritten, welcher Rohschinken der bessere sei – der aus Parma oder der aus San Daniele. Sicherlich ist dies letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber der ausgezeichnete Geschmack des Schinkens aus dem Friaul hat das kleine Städtchen weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Auch bei einem Rundgang durch das schöne Städtchen ist der Schinken allgegenwärtig: nahezu jedes Café und Restaurant bietet, neben den übrigen Speisen, eine Schinken-Degustation an. Hier kann man sich also bereits kulinarisch auf die Region einstimmen. Zahlreiche Schinkenproduzenten bieten auch Besichtigungen an. Besonders lohnend ist es natürlich, sich direkt vor Ort für den Rest des Urlaubs oder Zuhause mit dem berühmten Schinken einzudecken. Die Website http://www.prosciuttosandaniele.it/home_prosciuttosandaniele.php?l=de bietet viele Informationen rund um den Schinken und seine Herstellung. 


Folgende Hersteller bieten einen Direktverkauf an: http://www.prosciuttosandaniele.it/public/parser_download/save/prosciuttifici.vendita.dettaglio.deu.pdf. Wer lieber bequem von zuhause aus einkaufen möchte: diese Hersteller bieten einen eigenen Onlineshop (Konditionen für Lieferungen nach Deutschland bitte erfragen): http://www.prosciuttosandaniele.it/public/parser_download/save/hersteller.mit.onlineverkauf.pdf

 

Aus eigener Erfahrung sehr empfehlen können wir das Unternehmen Proscutti Coradazzi, wo der Schinken noch tradionell in Handarbeit gefertigt wird. Aber gerade eine Entdeckungsreise durch die unterschiedlichen Schinken-Anbieter macht den Reiz einer Tour nach San Daniele aus.

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