Druids Glen Hotel & Golf Resort - das Augusta Europas!

Man nehme: ein golf-enthusiastische Investoren, ein Gelände mit abwechslungsreicher Historie und den Anspruch, mit einem Resort das irische Erbe zu würdigen – heraus kommt ein Resort der absoluten Spitzenklasse: Druids Glen im County Wicklow, knapp eine Autostunde südlich des Dubliner Flughafens. Das Druids Glen Hotel & Golf Resort umfasst ein 5-Sterne-Luxushotel sowie zwei 18-Loch-Golfplätze: Druids Glen und Druids Heath. Letzterer liegt direkt am Resort und ist ein schöner Heideland-Platz. Bekannter ist jedoch der Druids Glen Golfplatz, der gerne auch als das Augusta Europas bezeichnet wird. Das Resort bietet sich sowohl als Stop auf einer Rundreise als auch für einen Kurztrip über das Wochenende oder die berühmt-berüchtigten Brückentage an.

 

Der Druids Glen Golfplatz ist eine der schönsten Parkland Courses, die wir bisher spielen durften. Vor allem zur Blütezeit im Frühjahr präsentiert sich der Platz fast wie ein Park, in dem man ausnahmsweise Golf spielen darf. Alte, üppige Bäume wechseln sich ab mit Büschen, das Design der Bahnen ist äußerst abwechslungsreich und durch vier Teeboxen pro Bahn für Golfer aller Anlagen bestens geeignet. Auch zu den anderen Jahreszeiten ist die Anlage einen Besuch wert, der Pflegezustand des Platzes ist selbst im Winter außerordentlich gut. Wir haben den Platz auch schon im Januar bei leichtem Regen und 8 Grad Celsius gespielt und er hat uns genauso begeistert! Der von Pat Ruddy und Tom Craddock designte Platz wurde 1995 eröffnet und war mehrmals Austragungsort der Irish Open sowie der Seve Trophy. Auch das Clubhaus hat eine wechselvolle Geschichte: das Woodstock House, so sein Name, war ein typisches irisches Herrenhaus und beheimatete viele namhafte irische Familien. In den 1980er wurde es dann zum Tonstudio Musiker wie Rod Steward, Mike Oldfield und Steve Winwood haben hier ihre Werke eingespielt. Auch der irische Rundfunk und das Fernsehen nutzten das Anwesen. Heute erinnert eine kleine Ausstellung im Keller des Gebäudes an seine Ursprünge.

 

Der Platz ist auch zu Fuß sehr gut spielbar, bequemer wird es natürlich mit einem Buggy. Die Runde beginnt direkt unterhalb des Clubhauses mit einem eher einfachen Par 4, das über die Zufahrtstraße zum Clubhaus gespielt wird. Wichtig ist, den Ball nicht zu sehr nach Links Richtung Bäume und Bunker zu spielen. Bereits an der zweiten Bahn taucht man ab in die Idylle der Anlage: keine Straße ist mehr zu sehen, das bis zu 171 Meter lange Par 4 wird hinter dem Grün durch eine alte Mauer begrenzt, der Teeshot bahnt sich seinen Weg durch eine schmale Abschlagzone. Bahn 3 ist ein eher kurzes Par 4, Dogleg links, das sich durch die Steigung Richtung Grün jedoch etwas länger spielt. Auch Bahn 4 ist als Dogleg Par 4 ausgelegt, jedoch nun nach rechts. Das Fairway fällt in der zweiten Hälfte zum Grün hin ab, so dass man für den Annäherungsschlag gerne einen Schläger weniger nehmen kann. An Bahn 5 wartet das erste Par 5 der Front Nine. Es wird zum Ende der Bahn hin immer anspruchsvoller, vor allem die zahlreichen Bunker auf der rechten Seite und vor dem Grün sollten möglichst vermieden werden. Das folgende, lange Par 4 mit leichtem Dogleg rechts ist eine der anspruchsvollsten Bahnen, zumal das Grün zu beiden Seiten sehr gut durch dichten Baumbestand geschützt wird. Mit einem weiteren Par 4, diesmal als Dogleg links, geht es weiter. Hier sollte man den Abschlag nicht zu sehr links anhalten, sonst droht Wald und der Winkel ins Grün ist deutlich schwieriger. Je näher man dem Grün kommt, um so besser sieht man auch schon erste Teile der folgenden Spielbahn. Bahn 8, ein mit maximal 142 Metern eher kurzes Par 3, ist ein erster optischer Höhepunkt der Runde. Fast die gesamte Strecke von den Teeboxen bis zum Grün wird durch einen großen See beherrscht – meist sogar mit Schwan. Dank eines kleinen Wasserfalls lohnt an dieser Spielbahn auch immer ein Blick zurück vom Grün Richtung Tee, hier meint man, inmitten eines alten irischen Parks zu stehen. Den Abschluss der Front Nine bildet ein weiteres Par 4 mit maximal 350 Metern Länge. Seine Besonderheit: direkt nach den Abschlägen geht man den Berg hinunter und dann auf der gegenüber liegenden Seite wieder hinauf – hat man den Teeshot erfolgreich platziert, kann man sowohl zu Fuß als auch mit dem Buggy direkt über eine eigens hierfür gebaute Hängebrücke abkürzen.

 

Vorbei am Clubhaus, wo mancher sicherheitshalber für den zweiten Teil der Runde nochmal schnell ein paar Bälle einkauft, geht es mit einem Par 4 weiter. Das Fairway ist leicht nach rechts gewunden, so dass man das Grün erst nach dem Abschlag gut einsehen kann. Bahn 11 ist ein schönes Par 5 und lässt sich sehr gut spielen, sofern man seinen Abschlag nicht nach links in den Bewuchs befördert hat. Danach wartet ein weiteres optisches und spielerisches Highlight, das bis zu 147 Meter lange Par 3. Der Abschlag ist deutlich erhöht, das Grün wird durch einen Fluss zur rechten Seite begrenzt. Vom Grün geht es wieder den Berg hinauf, nun befindet man sich unterhalb des Hotelgebäudes. Bahn 13, ein bis zu 415 Meter langes Par 4 Dogleg rechts, ist die schwerste Bahn der Anlage. Das merkt man schon am Abschlag: rechts lauern Wasser und Fels, links dichter Bewuchs. Zudem setzt das Dogleg relativ früh ein – und Grün samt Fairway vor dem Grün werden durch Wasser von der restlichen Spielbahn getrennt. Wer dieses Grün mit dem zweiten Schlag erreichen möchte, braucht vom Tee den Schlag, den die meisten Golfer gerne vermeiden möchten: einen guten Slice, der den Verlauf der Spielbahn mitgeht. Dann muss jeder Golfer selbst entscheiden, ob ein langer zweiter Schlag auf Grün zielführend ist oder ob man lieber noch einmal vor dem Wasserhindernis vorlegt – doch selbst dann bleibt meist noch ein mittleres Eisen ins Grün. Oder man spielt den zweiten Schlag in den engen Fairway-Korridor zwischen Wasserhindernis und Grün – wie man sich auch entscheidet, ein leichtes Course Management gibt es nicht an dieser Spielbahn. Auch an der 14, einem eher kurzen Par 4 Dogleg rechts, wartet ein anspruchsvoller Abschlag. Er führt zum einen über Wasser, zum anderen verengen dichte Bäume den Weg zum Fairway. Das Grün liegt zudem leicht erhöht, so dass man hier mindestens einen Schläger mehr nehmen sollte. Die Herausforderungen des folgenden, bis zu 407 Meter langen Par 4s beginnen im zweiten Teil. Vom Tee darf man gerne durchziehen, das Fairway ist verhältnismäßig breit. Je nach Balllage hat man dann einen mehr oder weniger guten Winkel zum auf der linken Seite durch einen See geschützten Grün. An der 16 wartet das letzte Par 5 der Runde. Das Dogleg rechts steigt zum Grün hin leicht an und spielt sich daher länger als angegeben. Vom Tee sollte man vor allem die zu beiden Seiten des Fairways hervorragend platzierten Bunker meiden. Das längste Par 3 haben sich die Designer für die letzte Par 3-Bahn aufgehoben. Ein großer See umschließt das Grün, die Bahnlänge beträgt je nach Abschlag bis zu 183 Metern. Außerdem wird der vordere Grünbereich durch einen großen, halbkreisförmigen Bunker geschützt und auch hinter dem Grün hat man durch einen weiteren Bunker, Bäume und Wasser nur wenig Spielraum für Fehlschläge. Beeindruckend ist auch die Schlußbahn Richtung Clubhaus. Zunächst spielt man seitlich des 17. Grüns seinen Abschlag, im Idealfall eher rechts anhalten, links lauern drei große Fairwaybunker. Die Bahnlänge von bis zu 397 Metern spielt sich zudem länger, da das Fairway in der zweiten Hälfte ansteigt. Als ob das nicht genug wäre für ein anspruchsvolles Par 4, hat man das Grün noch leicht zum Fairway versetzt und es von diesem durch drei Pot-Teiche und einen Bachlauf getrennt. Die meisten Golfer sind daher wohl besser beraten, wenn sie das Grün erst mit dem dritten Schlag anspielen, sonst droht zum Schluss der Runde doch noch ein Wasserball-Festival.

 

Druids Glen ist in jeder Hinsicht ein Resort der Extraklasse. Die Zimmer des Resorts sind sehr hochwertig und geräumig, das Hotel samt Bar und Restaurant bietet ausgezeichneten Service, hier wird einem im wahrsten Sinne des Wortes jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Der Druids Glen Course gehört mit zu den schönsten Plätzen, die Irland zu bieten hat – hier steht vor allem das Course Management im Vordergrund. Auch der Service im Clubhaus und im Pro-Shop hat uns ausgezeichnet gefallen. Das Resort ist daher auch für einen 2-Tages-Wochenendtrip sehr zu empfehlen: nimmt man noch den Heath Course dazu, kann man in zwei Tagen zwei Spitzenplätze spielen und sich dazwischen im Hotel und dem hoteleigenen Spa nach Herzenslust verwöhnen lassen.

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