Connemara Isles Golf Club - der wohl schönste 9-Loch-Platz Irlands

... und danach zum Soul-Food beim Misunderstood Heron!

Der Connemara Isles Golf Club bietet Golf in einer wunderbar ursprünglichen Form. Schon das reetgedeckte Clubhaus zeigt: hier geht es um den wahren Spirit of the Game, und nach der Runde trifft man sich selbstverständlich im Clubhaus, um die irische Gastfreundschaft zu genießen. Die Anlage umfasst neun Spielbahnen, die jedoch jeweils zwei Abschläge bieten. Dadurch kann man wahlweise 9 oder 18 Bahnen spielen. Für Herren sind die neun Bahnen als Par 35 eingestuft, für die Damen als Par 34 (bei 18 Loch entsprechend Par 70 und Par 68). Die Länge der Front Nine liegt bei 2.634 (Herren) sowie 2.184 (Damen) Yards, die zweiten Neun kommen auf 2.626 beziehungsweise erneut 2.184 Yards.

 

Connemara Isles gilt unter Golfern als einer der schönsten 9-Loch-Anlagen der gesamten Insel. Und auch wenn die Bahnen nicht lange sind: viele Bahnen sind anspruchsvoll, oft klassische Risk-and-Reward-Löcher, und erfordern eine klare Spielstrategie. Das wird, wie noch zu sehen sein wird, vor allem am einzigen Par 5 der Runde deutlich. Bei zahlreichen Bahnen kommt auch Wasser ins Spiel, die Blicke auf die einzigartige Landschaft Connemaras sind atemberaubend. Selbst bei Regen hat diese Anlage so viel Charme, dass man sich noch lange an die Runde zurückerinnert. Eine Besonderheit der Anlage: sie kommt komplett ohne Bunker aus! Dafür kommt jedoch Wasser auf den Fairways sowie rund um die Grüns ins Spiel – und gerade rund um die Grüns wird sich mancher Golfer ab und zu einen Bunker wünschen, um seinen Ball vor dem Weiterrollen ins Wasser zu bewahren...

 

Die Runde beginnt mit einem bis zu 323 Yards kurzen Par 4, das leicht bergauf verläuft. Vom Tee geht es über dichtes Rough, auch links und rechts des Fairways lauern dichter Bewuchs. Ein Wassergraben quer zum Fairway lauert zudem auf Longhitter-Drives. Hat man das leiht erhöhte Grün erreicht, kann man mit zwei Putts sicher scoren. Über die Straße zum Clubhaus geht es zur nächsten Bahn, einem bis zu 354 Yards langen Par 4. Die Teeboxen sind leicht erhöht, die Bahn verläuft abwärts. Der Teeshot bietet eine weitgehend fehlerverzeihende Drivelandezone, der Schlag ins Grün ist hingegen eine Herausforderung: lediglich ein schmales Band verbindet das Grün mit dem Fairway, ansonsten ist es von Wasser und Steinen umgeben. Da es zudem leicht nach hinten hängt, sollte man es am besten hoch anspielen und eher den vorderen Grünbereich anvisieren. Nun ist man am Wasser angekommen – und das kommt an der nächsten Bahn, dem bis zu 159 Yards langen Par 3, deutlich ins Spiel. Die Teeboxen sind auf einer Landzunge untergebracht, das Grün liegt auf der nächsten Landzunge. Der Bereich rund um das Grün wird vom Wasser aus zudem durch eine Steinmauer geschützt, an der zu flach gespielte Bälle gerne abprallen. Da das Grün eher quer verläuft, ist eine genaue Längenkontrolle hier die Basis für ein Par. Auch das folgende, nur 270 Yards lange Par 4 ist alles andere als einfach: vom Tee wartet ein blinder Abschlag über dichtes Rough und einen Wassergraben. Dennoch kann man hier den Driver durchaus im Bag lassen, man sollte einen Schläger nehmen, mit dem man den Ball sicher auf oder hinter die Kuppe des Fairways bringen kann. Beim Schlag ins Grün sollte man vor allem nicht zu lang sein, sonst lauert hinter der Fahne schnell Wasser. Dann folgt das erste Par 5 der Anlage, das mit lediglich 412 Yards vermessen wurde. Aber am Abschlag wird schnell klar, dass diese Bahn alles andere als einfach ist. Letztlich gibt es zwei Spielstrategien: die meisten Golfer werden den Ball mit einem kurzen bis mittleren Eisen auf die enge, stark ondulierte Landzunge vor den Teeboxen spielen, danach von dort spielt man dann quer über das Wasser und schließlich mit dem dritten Schlag bergauf zum Grün. Longhitter können eine andere Variante wählen: vom Tee quer über das Wasser und dann mit dem Wedge hoch auf das Grün – dafür benötigt man jedoch mindestens 230 Meter, also fast 255 Yards, an Carry-Länge und sollte nicht allzuviel Gegensind haben. Welche Variante man auch wählt: diese Bahn ist alles andere als einfach! Das Par 3 an Bahn 6 ist da schon fast Erholung: es geht 165 Yards bergab, so dass man mindestens einen Schläger weniger nehmen kann. Zu lange sollte der Teeshot nicht werden, sonst landet der Ball im bereits vom vorherigen Par 5 bekannten Wasser. Bahn 7 ist ein leichtes Dogleg links und bietet einen blinden Teeshot bergauf. Daher spielt sich das nur 284 Yards lange Par 4 auch spürbar länger. Vor dem Grün und auf der rechten Seite des Fairways lauern zudem mit Schilf überwucherte Wasserhindernisse. An Bahn 8 wartet das zweite und längere Par 5 mit bis zu 481 Yards. Von den erhöhten Abschlägen geht es wieder bergab Richtung Wasser, zudem ist die Bahn im letzten Drittel als leichtes Dogleg rechts ausgeführt. Vor allem beim Approach und dem Schlag ins Grün gilt es, möglichst die Mitte anzuspielen: links des Fairways lauert dichtes Rough und eine Ausgrenze, die rechte und hintere Grünseite wird durch Wasser begrenzt. Den Abschluss bildet ein 186 Yards langes Par 3. Vom Tee geht es von den hinteren Abschlägen zunächst über Wasser, die rechte Grünseite wird zudem durch einen großen Solitärbaum geschützt. Dennoch: wer die notwendige Länge vom Tee aufbringt, hat hier nochmals eine gute Chance aufs Par.

 

Wenn man ohnehin schon in Connemara ist, sollte man die Chance nutzen und sich die unvergleichliche Landschaft dieser ursprünglichen Region ansehen. Vom Connemare Isles Golf Course bietet sich eine Fahrt zum einzigen Fjord Irlands an, Killary Harbour. Hier werden auch Muscheln angebaut, die man frisch wie selten genießen kann. Auf der Fahrt kann man immer wieder die einzigartige Landschaft bewundern, sollte aber stets vor Schafen auf der Hut sein, die plötzlich auf der Straße auftauchen können. Links und rechts der Straße kann man vielerorts auch noch sehen, wie Torf traditionell gestochen und getrocknet wird.

 

Kulinarisch sollte man unbedingt einen Stop beim Misunderstood Heron, einem inzwischen recht sesshaft gewordenen Food Truck, einplanen. Man erreicht ihn, wenn man den Fjord entlang Richtung Clifden fährt. Hier wird alles frisch zubereitet, lokale Produkte bilden die Basis. Die Karte umfasst Burger ebenso wie Lachs, die Küche ist sehr kreativ und oft wird der chilenische Einfluss des Kochs und Mitinhabers spürbar. Ein Muss sind auch die zahlreichen selbstgebackenen Kuchen, die gemeinsam mit einem leckeren Tee oder Kaffee bei fantastischer Aussicht auf den Fjord gleich doppelt so gut schmecken.

 

Wer schöne Strände sucht, wird in Connemara ebenfalls fündig. Eine unserer Top-Empfehlungen: Dog’s Bay. Bei Sonne könnte man hier glatt meinen, man wäre in der Karibik oder am Mittelmeer – bis man den Fuß ins Wasser setzt....

 

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