UGOLF Chateau de Chérisey - Schlossgolf vor den Toren Metz'

Die Golfanlage des Château de Metz-Chérisey nahe Metz gehört zur UGOLF-Gruppe, der größten Golfanlagen-Betreibergesellschaft Frankreichs. Alleine rund um Metz betreibt die Gruppe vier Golfanlagen. Wie der Name schon andeutet, wurde der Platz in Chérisey um ein altes Schloss bzw. Herrenhaus herum angelegt. Der Par 72-Platz bietet pro Bahn vier Teeboxen und spielt sich somit zwischen 5.009 und 5.972 Metern, man braucht also kein Longhitter zu sein, um die Anlage genießen zu können. Das Greenfee liegt selbst in der Hochsaison bei unter 70 Euro pro Runde (Stand: Juni 2019), wer den hügeligen Platz nicht zu Fuss absolvieren möchte, kann die Runde auch im Buggy absolvieren.

 

Den Auftakt bildet ein maximal 348 Meer langes Par 4, Dogleg links. Zudem verläuft die Spielbahn leicht bergauf, so dass man eher ein Eisen mehr ins Grün einplanen sollte. Das Grün wird auf der rechten Seite durch einen großen Bunker geschützt. Weiter geht es mit einem mittleren Par 3, dessen Grün durch Bäume eingerahmt wird. Hinter dem Grün lauert zudem ein großer Bunker. Das folgende Par 4 ist maximal 336 Meter lang und leicht nach links gewunden, Bunker kommen auch hier erst wieder rund ums Grün zum Einsatz. Bahn 4 erfordert vor allem eine klare Spielstrategie, verläuft die nur 290 Meter kurze Bahn als starkes Dogleg rechts. Entweder spielt man vom Tee über die Büsche und das tiefe Rough rechts einen langen Ball, oder man legt seinen Teeshot mit einem kleinen Holz oder längeren Eisen in den Knick des Doglegs. Landet der Ball rechts im Rough, ist ein provisorischer Ball meist unverzichtbar... Nun steht das erste Par 5 auf dem Plan, mit maximal 464 Metern Länge vermessen. In der Praxis spielt sich die Bahn trotz des deutlichen Gefälles, vor allem im zweiten Teil der Bahn, etwas länger. Ursache ist das S-förmig verlaufende Fairway und der hohe Baumbestand zu beiden Seiten des Fairways. Auch wenn der Lay-up und der Schlag ins Grün somit eher kurz sind, sollte man eher die sichere Variante entlang des Fairway-Verlaufs nehmen. Der Schlag ins Grün sollte möglich auf den Grünanfang zielen, da dieses deutlich unterhalb liegt und zudem durch Bunker gut verteidigt wird. An Bahn 6, einem bis zu 389 Meter langen Par 4, kommt erstmals Wasser ins Spiel – und zwar ab der Drivelandezone links. Da das Fairway zudem leicht nach links hängt, sollte man seinen Teeshot eher rechts platzieren. Das Grün ist leicht nach links versetzt, hier sind daher zwei präzise Schläge erforderlich, um die Chance auf ein Par oder Birdie an dieser schwersten Bahn des Platzes zu bekommen. Das folgende Par 5 mit bis zu 462 Metern Länge folgt dem alten Motto „war bergab spielt, muss den Berg auch wieder hinauf“. Daher spielt sich diese Bahn deutlich länger. Vom Tee hat man zunächst einen blinden Teeshot, am besten hält man rechts des Solitär-Baums oben auf dem Hügel an. Von dort geht es in gerader Linie weiter Richtung Grün, das als Doppelgrün ausgeführt wurde – man kann es also fast nicht verfehlen... Ein etwas längerer Weg führt nun zum längsten Par 3 der Runde mit bis zu 194 Meter – je nach Fahnenposition werden auch die 200 Meter schnell erreicht. Neben Länge ist hier auch Präzision gefragt, denn rechts und links des Grüns lauern Bunker und zahlreiche Bäume. Nun gilt es, die Ausschilderung zu beachten, denn es geht nicht rechts weiter (dies ist die 18. Bahn – die man sich natürlich für den Schluss aufhebt), sondern links. Erneut wartet bei diesem geraden und bis zu 384 Meter langen Par 4 ein blinder Teeshot, in Höhe der Drivelandezone beginnt das Fairway, spürbar in Richtung Grün abwärts zu verlaufen. Der Schlag ins Grün sollte nicht zu lange sein, hier eher ein Eisen weniger nehmen, sonst lauert hinter dem Grün eine Ausgrenze. 

 

Ohne am Clubhaus vorbei zu kommen geht es weiter auf die Back Nine. Das bis zu 333 Meter lange Par 4 verläuft leicht bauchförmig. Dichte Bäume in der Nähe der Teeboxen erfordern jedoch, dass man einen Teeshot entweder als deutlichen Fade spielt oder auf der linken Fairwayseite vorlegt. Dann wartet das erste Par 5 der zweiten Rundenhälfte. Das Dogleg rechts mit einer Länge von bis zu 441 Metern knickt in Höhe der Drivelandezone nach rechts ab, so dass man eher mit drei denn mit zwei Schlägen das Grün erreicht. Zudem sollte man den Bunker vor dem Grün und die Grünbunker meiden. Mit Bahn 12 geht es wieder Downhill. Das bis zu 355 Meter lange Dogleg links kann von Longhittern über die linke Seite abgekürzt werden, es reicht jedoch völlig aus, den Ball auf der rechten Fairwayseite ins Spiel zu bringen und den etwas längeren zweiten Schlag ins Grün zu wählen. Das erste Par 3 der Back Nine ist maximal 156 Meter lang und sehr schön angelegt. Die hinteren Abschläge liegen höher als die beiden vorderen Teeboxen. Durch eine kleine Senke, deren Fairway nach links hängt, geht es zum etwas erhöhten Grün. Mit dem folgenden, geraden und bis zu 351 Meter langen Par 4 geht es wieder bergauf. Beim Grün trifft man auf eine bekannte Bahn von den Front Nine, die 7 – beide Bahnen teilen sich das Doppelgrün. An der nun folgenden fünfzehnten Bahn verläuft das Fairway relativ gerade, dennoch hält man bei diesem bis zu 361 Meter langen Par 4 seinen Teeshot besser etwas rechts an, um die Bäume auf der linken Seite aus dem Spiel zu nehmen. Der Weg ins Grün führt leicht bergab, rechts des Grüns lauert zudem – zum zweiten Mal überhaupt auf der Runde – ein Wasserhindernis. Wasser kommt auch beim letzten und sehr schön gestalteten Par 3 ins Spiel. Die maximal 159 Meter lange Bahn führt frontal über einen Teich Richtung Grün, das zu allen Seiten durch große Bunker verteidigt wird – ein Par ist hier ohne präzisen Teeshot kaum möglich. Das letzte Par 5 ist zwar nur 426 Meter lang, verläuft aber stetig bergauf. Hält man den Teeshot zu weit nach rechts an, kommt das Wasser von Bahn 16 wieder ins Spiel – bleibt man zu weit links, warten zahlreiche Bäume und Sträucher. Das Grün bietet einen verhältnismäßig engen Zugang, wird dann aber wieder breiter. Auch die Schlussbahn ist sehr gut gelungen. Aus einer Waldschneise heraus geht der blinde Teeshot zunächst geradeaus, bis die Bahn ungefähr auf der Hälfte der Wegstrecke zum Grün nach links abknickt. Obwohl das Par 4 bis zu 356 Meter lang ist, sollte man daher den Schläger für den Abschlag sorgfältig wählen, damit der Ball nicht hinter dem Dogleg landet. Das Grün liegt seitlich des alten Schlosses, von der linken Seite hat man zum Abschluss nochmals einen schönen Blick auf das letzte Grün, das Schloss und den Kirchturm des direkt angrenzenden Orts Chérisey.

 

Nach der Runde sollte man auch die sehr gute Gastronomie des Clubs genießen, besonders zu empfehlen sind die speziellen Golfer-Menüs und die wechselnden Tagesempfehlungen. 

 

Die Vielfalt der Golfanlagen rund um Metz macht die Stadt auch zu einer ausgezeichneten Destination für ein langes Wochenende. Dabei bietet es sich an, in Metz zu übernachten und so auch gleich die Stadt zu erkunden. Unsere Hotelempfehlung: das La Citadelle aus der M Gallery by Sofitel. Das 4-Sterne-Haus bietet nicht nur sehr schöne, sachlich eingerichtete Zimmer, sondern auch Christoph Dufossés Sterne-dekoriertes Restaurant La Table – aber auch in der ebenfalls zum Hotel gehörigen La Brasserie isst und trinkt man ausgezeichnet.

 

In der Innenstadt sollte man unbedingt die Kathedrale mit ihren vielen bunten Fenstern (u.a. von Marc Chagall entworfen) und den überdachten Markt erkunden – und die zahlreichen Bars und Bistros im Stadtzentrum laden gerade im Frühjahr und Sommer zu einem Gläschen Wein und einem kleinen Snack ein.

 

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