TPC Tampa Bay

Sehr gastfreundlicher Championship Course mit anspruchsvollem Design

 

Der TPC Tampa Bay präsentiert sich als hochwertiger und gastfreundliche 18-Loch-Anlage nahe der Stadt Tampa. Dieser Platz ist mit vielen deutschen Anlagen vom Konzept her vergleichbar: es gibt kein eigenes Hotel, die Anlage konzentriert sich ausschließlich auf Golf. Spielen können sowohl Mitglieder als auch die zahlreichen Gäste, da der Club sowohl von Tampa als auch von der Region St. Petersburg/Clearwater in gut einer halben Stunde mit dem Auto zu erreichen ist. Besitzer und Betreiber der wunderschönen Anlage ist die Heritage Golf Group. Der Par 71 18-Loch-Platz war bereits mehrfach Austragungsort renommierter Profi-Turniere, auch Bernhard Langer war hier bereits erfolgreich. Das Wetter hatte für uns an diesem Tag einige Überraschungen auf Lager, es gab quasi 3 Jahreszeiten während der Runde: mal schien die Sonne, dann bließ der Wind heftig und 3 Mal gab es auch kurze Schauer. Viele unserer Mitspieler aus Florida fanden dieses Wetter wohl weniger spannend und suchten beim zweiten Regenschauer das Clubhaus auf – für Golfer mit Faible für Großbritannien war es so etwas wie ein perfekter Sommertag.

 

Wie viele Plätze in Florida bietet die Anlage fünf verschiedene Teeboxen, so dass sich der Platz zwischen knapp 4.600 und 6.300 Metern spielt. Die Anlage ist ein typischer Parkland-Course, bei dem vor allem immer wieder der Baumbestand und die strahlend weißen Bunker ins Spiel kommen. Den Auftakt macht ein Par 4 Dogleg rechts mit maximal 360 Metern – genau das Richtige zur Einstimmung. Auch wenn es etwas weiter ist: der Teeshot sollte eher etwas links angehalten werden, so nimmt man die Fairwaybunker gut aus dem Spiel. Weiter geht es mit einem fairen und sehr schönen Par 3. Hier sollte man vor allem die linke Seite mit den Bäumen und dem Bunker meiden. Beim folgenden Par 4 kommt auf der linken Seite erstmals Wasser ins Spiel. Auch wenn die Bahn recht gerade verläuft, erfordern die Bäume zu beiden Seiten des Fairways einen präzisen Teeshot.  Das Grün wird zudem vorne und seitlich gut durch Bunker verteidigt. Wasser ist auch das dominierende Element am folgenden Par 4 Dogleg rechts mit bis zu 390 Metern. Vor dem Grün kommt dann auch links Wasser ins Spiel, zudem hängt das grün spürbar nach hinten. Da ist Bahn 5, ein leichtes Dogleg links mit maximal rund 300 Metern, eine schöne Entspannung, man sollte nur das Wasser links und den gro0en Fairwaybunker auf der rechten Seite vermeiden. Das zweite Par 3 der Front Nine wartet an Bahn 6 und ist mit maximal 130 Metern ebenfalls eher kurz. Wichtig ist es hier, das Grün zu treffen, dann steht einem Par nichts mehr im Wege. Bahn 7 ist das einzige Par 5 der Front 9 und zieht sich leicht S-förmig entlang einer Lagune auf der linken Seite. Hier ist man meist mit einer 3-Schlag-Strategie Richtung Grün am sichersten unterwegs. Auch Bahn 8 bietet Wasser auf der linken Seite. Longhitter zielen am besten carry über das Wasser vom Abschlag, der Rest spielt außen herum – ein gutes Loch für ein Par oder besser. Den Abschluss der ersten Hälfte bildet ein langes Par 4 mit bis zu 430 Metern und leichtem Dogleg links. Das Grün in Form einer Sanduhr wird zudem auf der linken Seite durch Wasser geschützt.

 

Weiter geht es an der 10, einem recht geraden, mittellangen Par 4. Durch das Wasser auf der rechten Seite spielen die meisten Golfer jedoch vom Tee eher die linke Seite an – und landen hoffentlich nicht in einem der Fairwaybunker oder gar im Out of Bounds. Das folgende Par 3 ist klassisch Risk & Reward: wer auf der bis zu gut 160 Meter langen Bahn das Grün trifft, hat eine gute Chance auf ein Birdie oder Par. Knifflig wird es, wenn man einen der Grünbunker oder gar das Zypressen-Feuchtareal auf der linken Seite erwischt. Bahn 12, ein eher kurzes Par 5, weist ein eher schmales Fairway auf. Zudem ziehen sich auf der linken Seite zwei Seen entlang des Fairways, unterbrochen nur durch einen kleinen Fairwaybereich samt Bunker. Auch das Grün ist nicht ganz einfach anzuspielen: es liegt erhöht, hat links eine False Front (welche die Bälle wieder zum Fairway rollen lässt) und wird gut durch einen großen Bunker geschützt. An Bahn 13, einem kurzen Par 4, kommt es vor allem darauf an, seinen Teeshot nicht zu kurz zu lassen, sonst ist die Landezone sehr schmal und das Wasser links kommt deutlich stärker ins Spiel. Umgekehrt warten rechts zwei große Fairwaybunker auf unpräzise Abschläge. Das Gebiet rund um das erhöhte Grün ist sehr wellig, man sollte es daher möglichst nicht verfehlen. Bahn 14 ist die längste Bahn der Anlage mit bis zu 537 Metern. Das schöne Par 5 Dogleg links zieht sich entlang eines Wasserhindernisses. Idealerweise nimmt man mit dem zweiten Schlag den großen Fairwaybunker aus dem Spiel, bevor man mit dem dritten Schlag das schmale Grün mit seinen zwei Ebenen anspielt. Loch 15 ist ein Hammer-Par 4 mit bis zu 413 Metern und als Dogleg links gestaltet. Wie nicht anders zu erwarten lauert links auch Wasser, die Drivelandezone wird zudem zu beiden Seiten durch große Fairwaybunker geschützt. Und auch das Grün setzt zur Verteidigung auf Bunker. Wer hier ein Par spielt, darf mehr als zufrieden sein! Da ist das mit maximal 390 Metern lange Par 4 an Bahn 16 fast schon entspannt zu spielen – kein Wasser und wenige Bunker, außer, man setzt seinen Abschlag zu weit links und trifft die Fairwaybunker dort. Auch die beiden Schlussbahnen sind sehr anspruchsvoll. Bahn 17 ist ein Par 3, das sich je nach Abschlag zwischen 90 und fast 200 Metern spielt! Vor allem für die hinteren Abschläge gilt: der Weg aufs Grün führt fast komplett carry über das Wasser. Oder man wählt gleich die sichere Variante und legt lieber auf der linken Seite vor und wählt eine Bogeystrategie. Auch Bahn 18 verlangt noch einmal alles von den Golfern. Das leichte Dogleg rechts bietet Wasser über die gesamte rechte Seite, mit maximal 416 Metern ist auch die Länge hier erneut ein Faktor. Je nach Lage des Abschlags wird der lange Schlag ins Grün über weite Teile über Wasser gespielt – bei Gegenwind kann das schnell zur Lotterie werden. Und noch dazu führt man seine letzten Schläge oft unter Beobachtung anderer Golfer vom Clubhaus aus, das nur wenige Schritte vom 18. Grün entfernt liegt.

 

 

Sehr empfehlenswert ist nach der Runde ein Besuch des ¡CUATRO RESTAURANT & BAR, das viele Specials bietet, beispielsweise Montags Hamburger, Dienstags Tacos und Mittwochs ein Wine Down-Special. Zudem gibt es täglich eine Happy Hour. Besonders Familien werden sich Sonntags freuen, dass Kinder bis 12 Jahre kostenlos Gerichte vom Kindermenü genießen dürfen. TPC Tampa Bay ist ein wunderschöner Golfplatz im typischen Design Floridas. Der Club ist sehr perfekt auf Gastspieler eingestellt, die stets herzlich willkommen sind. 

 

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