Golfplatz Cleebronn - wunderschöne 9 Bahnen im Kraichgau

Der Platz ist als Par 32 ausgelegt und bietet pro Bahn einen gelben und einen roten Abschlag. Die Gesamtbahnlänge der neun Spielbahnen beträgt 2.132 Meter von gelb und 1.868 Meter von rot – diese verteilen sich auf 5 Par 3s, 3 Par 4s sowie 1 Par 5, der Platz ist also kein Kurzplatz, sondern ein vollwertiger Golfplatz! Wer möchte, kann die Runde auf zweimal spielen und so 18 Loch absolvieren. Der Club bietet übrigens auch eine der modernsten und informativsten Websites Deutschlands, alle Spielbahnen sind als virtueller 360 Grad-Rundgang online verfügbar.

Im Dreieck zwischen Heilbronn, Ludwigsburg und Sinsheim liegt der Kraichgau – der unter anderem für seine ausgezeichneten Weine und seine hügelige Landschaft bekannt ist. In der Nähe des Ortes Cleebronn, direkt am Fusse des Michaelsbergs, befindet sich auf einem Hochplateau die 9-Loch-Anlage des Golfplatzes Cleebronn, auch bekannt als Golf-Club Schlossgut Neumagenheim. Die Anlage ist wunderbar in die Weinberge des Michaelsbergs eingebettet, zudem hat man von vielen Spielbahnen einen wunderbaren Blick auf das ehemalige Kapuzinerkloster auf dem Michaelsberg, das heute als Jugendhaus der evangelischen Kirche, Diözese Rottenburg-Stuttgart, genutzt wird. Durch seine Lage auf dem Hochplateau verläuft der Golfplatz angenehm eben, so dass man ihn sehr gut zu Fuss absolvieren kann. Die Anlage ist eine der vier Spielbetriebe des Unternehmens Golfanlagen Langer, das seinen Sitz ebenfalls in Cleebronn hat. Die weiteren Anlagen sind der Golfplatz Steisslingen (Bodensee), der Golfplatz Iffeldorf und der Golfplatz Thailing. Auf allen Langer-Golfanlagen sind Hunde sehr gerne gesehene Begleiter

 

Den Auftakt bildet ein bis zu 150 Meter langes Par 3, das unmittelbar vor dem Clubhaus beginnt und leicht bergauf Richtung Grün verläuft. Das Grün wird durch drei Bunker zu allen Seiten gut geschützt, der größte Bunker lauert vorne rechts. Weiter geht es mit dem 302 Meter langen Par 4, Dogleg rechts. Genau im Knick der Spielbahn befindet sich ein Teich – dadurch wird die Anlage zur strategischen Herausforderung. Wer sich einen ausgeprägten und langen Fade zutraut, kann vom Tee mit dem Holz 3 oder Driver auch das Grün direkt angreifen, denn Luftlinie sind es nur rund 230 Meter vom Grün. Sicherer ist es, den Ball vom Tee zunächst mit einem kleinen Holz oder mittleren bis langen Eisen das Fairway herunterzuspielen (das Wasserhindernis wird nach hinten immer schmaler bis hin zu einem kleinen Bach), und dann mit dem zweiten Schlag das Grün anzuspielen. Auch hier ist Längenkontrolle wichtig, will man nicht einen der beiden Grünbunker erwischen. Dann folgt ein kurzes, bis zu 131 Meter langes Par 3. Das leicht schräg verlaufende Grün erfordert präzise Längenkontrolle, sonst findet auch hier der Teeshot schnell einen der Grünbunker. Um ein kleines Biotop herum geht es zum nächsten Tee. Das bis zu 274 Meter kurze Par 4 bietet ein leicht bauchförmig vom Tee zum Grün verlaufendes Fairway, zudem ist das Grün leicht nach links versetzt. Die Besonderheit ist jedoch das über weite Teile der rechten Fairwayseite verlaufende Biotop, das als seitliches Hindernis gekennzeichnet ist. Vom Tee hat man daher die Wahl, mit dem Driver das Biotop zu überspielen (vor dem Grün wird die Drivelandezone spürbar breiter) und dann den Ball auf das Grün zu chippen, oder man legt mit einem mittleren Eisen vor und nimmt einen vollen Schlag ins Grün in Kauf – Spielstrategie eben. Dann folgt das längste Par 4 der Anlage und zugleich die schwerste Bahn. Das bis zu 363 Meter lange Dogleg rechts erfordert einen nach rechts angehaltenen Teeshot – allerdings sollte man den Fairwaybunker auf der rechten Seite des Doglegs meiden. Bleibt man vom Tee zu kurz, hat man nicht nur einen langen zweiten Schlag ins Grün, sondern wird – je nach Balllage – auch die Fahne nur schwer einsehen. Der Schlag ins Grün sollte eher rechts angehalten werden, um die zahlreichen Bäume und Büsche links vor dem Grün aus dem Spiel zu nehmen. Fast parallel zur fünften Bahn verläuft das bis zu 151 Meter lange Par 3 an Bahn 6 – immer mit Blick auf das ehemalige Kapuzinerkloster im Hintergrund. Die Bahn ist sehr offen gestaltet, man sieht sowohl die Fairways der fünften als auch der siebten Bahn. Links vor dem Grün droht ein mächtiger Bunker, zudem ist dieser Bereich vor dem Grün wellig gestaltet. Leichter ist es, das Grün über rechts anzuspielen. Bahn 7 wartet mit dem längsten Par 3 der Anlage auf, das sich von rot 158 und von gelb 183 Meter spielt. Das Grün liegt leicht unterhalb des Abschlags und ist leicht erhöht ausgeführt, man sollte daher den Ball möglichst nicht seitlich oder hinter dem Grün platzieren, denn hier lauert dichtes Rough – das die Spielbahn auch zur linken Seite deutlich abgrenzt. Dann folgt das einzige Par 5 der Runde mit 385 (rot) beziehungsweise 442 (gelb) Metern. Der Abschlag an diesem Dogleg links, das jedoch auf zwei Mal knickt, ist ein blinder Teeshot. Man sollte sich hier eine klare Spielstrategie überlegen: entweder reicht ein kleines Holz oder langes Eisen vom Tee, um den ersten geraden Teil des Fairways zu treffen. Von dort kann man dann mit zwei weiteren Schlägen mit mittleren bis kurzen Eisen das Grün bequem in drei Schlägen erreichen – allerdings sollte man die drei mächtigen, hintereinander aufgereihten Bunker auf der linken Fairwayseite vor dem Grün meiden. Alternativ kann man auch aggressiv mit dem Driver über den Baum auf der linken Fairwayseite abschlagen und hat dann ein mittleres Eisen (allerdings ohne Sicht auf das Grün) als Abkürzung über links ins Grün – in direkter Linie misst die Bahn vom Tee zum Grün lediglich 373 Meter – eine wunderschöne Spielbahn, die ein klares Course Management und gute Schläge belohnt! Über den einzigen etwas längeren Weg geht es nun zur Schlussbahn. Vom Tee spielt man Richtung Michaelsberg, das Par 3 verläuft gerade zum gut 130 Meter entfernten und leicht tiefer gelegenen Grün. Auch hier ist nochmals Längenkontrolle und Richtung gefordert, denn der vordere Bereich des Grüns wird durch zwei Bunker geschützt, rund um das Grün lauert dichtes Rough. Rechts vom Tee warten zudem Bäume und Sträucher auf verzogene Teeshots.

 

Nach der Runde sollte man sich noch Zeit für einen Besuch der Clubgastronomie Villa Verde nehmen. Die sehr gute Küche und der aufmerksame Service bieten italienische Genüsse vom Feinsten, auch die wechselnden Tagesgerichte lohnen einen Blick (und oft mehr!). Zudem kann man dort die ausgezeichneten Weine der Privatkellerei Storz genießen, deren Weinberge rund um die Anlage angesiedelt sind. Vor allem bei Sonne kann man dann auf der Terrasse die Runde nochmals Revue passieren lassen und anderen Golfern an den Bahnen 1 und 9 beim Spiel zusehen.

 

Uns hat die Anlage sehr gut gefallen – die 9 Bahnen lassen sich, auch zu Fuß, in gut anderthalb Stunden absolvieren. Auch der aufmerksame Service in und um das Clubhaus tragen in Cleebronn zu einem gelungenen Golftag bei.

 

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